Controller Magazin Special 3/2026

3. FARBEN: Bedeutung durch Farbe Farbe ist nicht nur Ästhetik. Farbe lenkt Aufmerksamkeit, identifiziert Zusammenhänge und signalisiert Probleme – bevor sie eskalieren. Mit Ihrer Marke beginnen Dashboard-Farben müssen zu Ihrer Corporate Identity passen. Starten Sie mit Ihren Unternehmensfarben (CMYK, RGB oder HEX). Identifizieren Sie die dominante Farbe Ihres Logos und nutzen Sie sie als Akzentfarbe für die wichtigsten Informationen. Wählen Sie dann Sekundärfarben, die harmonieren – aber weichen Sie nicht zu weit von Ihrer Markenpalette ab. Hilfe durch Farbtools Farbauswahl ist schwierig für Nicht-Designer. Tools wie Adobe Color Wheel oder Paletton helfen dabei, harmonische Farbschemata zu erstellen. Testen Sie Ihre Farbwahl auf verschiedenen Geräten – unterschiedliche Bildschirme zeigen Farben unterschiedlich an. Weniger ist mehr Nutzen Sie maximal sechs Farben in Ihren Visualisierungen. Mehr verwirrt nur. Natürliche, gedämpfte Farben sind besser als grelle. Reservieren Sie helle oder dunkle Farben für Ausreißer und wichtige Warnungen. Jede Farbe sollte einen Zweck haben. Wenn Sie zwei Farben in einem Chart verwenden, sollten sie zwei unterschiedliche Konzepte repräsentieren. Farbpsychologie beachten Farben haben Bedeutungen. Rot signalisiert Gefahr oder Verlust, Grün steht für positiv oder Gewinn. Schwarz wirkt elegant, Weiß clean und ruhig. Nutzen Sie diese Assoziationen – sie helfen, Bedeutung ohne zusätzliche Labels zu vermitteln. Fragen Sie sich immer: „Welchen Zweck erfüllt diese Farbe, und erfüllt sie ihn effektiv?“ Wenn ja, ist sie richtig. Farbenblindheit berücksichtigen Etwa jede zwanzigste Person hat eine Farbsehschwäche. Nutzen Sie Tools wie Color Brewer, um Farbschemata zu testen, die auch für Menschen mit Farbsehschwäche funktionieren. 4. SCHRIFTARTEN: Typografie schafft Hierarchie Schriftarten sind mehr als Buchstaben. Sie schaffen visuelle Hierarchien und lenken die Aufmerksamkeit. Aber ohne Strategie wird Typografie schnell chaotisch. Stile und Größen begrenzen Wie bei Farben gilt: Weniger ist mehr. Begrenzen Sie: ʠ Schriftarten: Maximal zwei verschiedene Typefaces (z.B. Arial für Headlines, Open Sans für Body) ʠ Größen: Drei bis vier definierte Größen reichen ʠ Stile: Fett, unterstrichen, kursiv – aber nicht alles gleichzeitig Konsistenz ist der Schlüssel. Jede Überschrift sollte dieselbe Schriftart, Größe und Stil haben. Text- und Hintergrundfarben abstimmen Dunkler Text auf dunklem Hintergrund? Unleserlich. Neongrüner Text auf orangem Hintergrund? Anstrengend. Nutzen Sie helle Schrift auf dunklen Hintergründen und dunkle Schrift auf hellen Hintergründen. Ziel ist Lesbarkeit, nicht visuelles Interesse. Leading und Kerning anpassen Kleine Anpassungen, große Wirkung: ʠ Leading: Abstand zwischen Textzeilen. Faustregel: 20 % größer als die Schriftgröße. ʠ Kerning: Abstand zwischen einzelnen Buchstaben. Halten Sie ihn einheitlich – zu eng oder zu weit erschwert das Lesen. Kostenlose Font-Tools nutzen Die Auswahl der Schriftart muss nicht kompliziert sein. „Google Fonts“ bietet eine interaktive Bibliothek kostenloser Schriften, die Sie direkt in CSS integrieren können. „FontPair.co“ hilft dabei, Google Fonts harmonisch zu kombinieren. Häufige Fehler vermeiden Zu viele Farben: Mehr als sechs Farben überfordern. Halten Sie sich an Ihre Markenfarben und nutzen Sie maximal sechs Töne. 3D-Charts: Was vor 15 Jahren modern war, wirkt heute veraltet und erschwert das Ablesen von Werten. 7 Controller Magazin | Special | 2026

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