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Glossar
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Software-Kompendium 2013
net einen bestimmten Datenbanktyp bzw. eine Techno­
logie, die speziell für Planung, Analyse und Reporting
konzipiert wurde. Zugrunde liegt dieser Technologie
eine spezielle Art der Datenhaltung bzw. Datenverwal­
tung mit mehrdimensionaler Datenmodellierung. Sym­
bolhaft kann eine solche mehrdimensionale Datenhal­
tung mit einem Würfel dargestellt werden.
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MIS, DSS, EIS
Ein Management Informations System (MIS) stellt
dem Entscheider die benötigten Informationen zum
richtigen Zeitpunkt in der gewünschten Form online zur
Verfügung. Das Decision Support System (DSS) und auch
das Executive Information System (EIS) sind prinzipiell
das gleiche. Beim DSS liegt der Schwerpunkt bei der
Unterstützung der Entscheidungsfindung, während das
EIS von der Darstellung und Bedienung noch mehr auf
das obere Management ausgerichtet ist.
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Data Mining
Unter Data Mining versteht man das automatische
Aufzeigen von bis dahin unbekannten und wichtigen
Auffälligkeiten innerhalb eines großen Datenbestands,
die zu ansonsten nicht erkennbaren wirtschaftlichen
Vorteilen verhelfen. Man spricht in diesem Zusam­
menhang auch von Knowledge Discovery. Bei der
Vielzahl an Daten, die in Unternehmen erzeugt wer­
den, sind manche wirklich wichtigen Informationen
durch manuelle Analysen oft nicht mehr zu entdecken.
Data-Mining-Werkzeuge suchen selbstständig nach
wichtigen Zusammenhängen und Mustern.
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ETL – Extraktion, Transformation und Laden
Daten aus verschiedenen Vorsystemen können
im DWH bzw. dem OLAP-Würfel den jeweiligen
Anforderungen entsprechend kombiniert werden. Die
Grundlage dafür bilden die ETL-Werkzeuge. Sie sind für
die Extraktion, die Transformation und für das Laden
der Daten aus den Vorsystemen bestimmt. Mit einem
ETL-Tool kann eine voll automatische Schnittstelle zu
beliebigen Vorsystemen erzeugt werden. Zuvor muss
genau definiert werden, in welcher Datenbank, in
welchem Vorsystem welche Daten abzugreifen sind.
Gliederung der BI-Instrumente aus der
­Controlling-Sichtweise
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Performance Management
Performance Management (PM) dient als zentra­les
Instrument der Unternehmensführung zur strategie­
konformen Leistungssteuerung und berücksichtigt
dabei finanzielle und nicht finanzielle Messgrößen des
Unternehmens. Die Elemente von PM sind:
»
Aus der bestehenden Unternehmensstrategie wer­-
­den möglichst ausgewogene Ziele (nicht nur Finanz­
ziele, zum Beispiel Prozessziele und Markt­ziele) sowie
die kritischen Erfolgsfaktoren – KEF – abgeleitet.
»
Zur Messung der Zielerreichung werden Kennzahlen
(Key Performance Indicators – KPI) bestimmt.
»
Im nächsten Schritt müssen Instrumente geschaffen
werden, die die Erreichung der gesetzten Ziele
überwachen (monitoren).
»
Aus der Erreichung oder Nichterreichung der Ziele
werden laufend Verbesserungspotenziale abgeleitet.
Die Ziele, KEF und KPI, werden zunächst für das
Gesamt­unternehmen bestimmt, dann für die einzel­
nen Unternehmensbereiche, über unterschiedliche
hierarchische Ebenen hinweg. Wichtig ist, dass die
einzelnen Ziele untereinander in einer Abhängigkeit
stehen. Der PM-Prozess ist somit ein kontinuierlicher
Prozess der Leis­tungsmessung, der über das übliche
Beobachten der Finanzkenngrößen hinausgeht.
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Balanced Scorecard
Das Konzept der Balanced Scorecard (BSC) ist, wie
beim PM-Prozess, die Unternehmensstrategie mit den
operativen Geschäftsprozessen zu verknüpfen. Nach
Kaplan und Norton sind bei der BSC die Ziele nach
den Perspektiven Kunden, Prozesse, Mitarbeiter und
Finanzen ausgerichtet. Dies soll eine ausgewogene