REP_0826_084 Bei uns finden Ihre Workshops, Seminare und Tagungen Raum zur Entfaltung. Wo sich moderne Tagungstechnik und altes Schlossgemäuer treffen, lassen Geistesblitze nicht lange auf sich warten. Ihr Schlosshotel & Eventlocation in Bayern Raum für neue Ideen. Tagungen & Seminare entdecken Seminarzentrum Schloss Neuburg am Inn Am Burgberg 5 | 94127 Neuburg am Inn info@schlossneuburg-inn.de | www.schlossneuburg-inn.de Wo Gedanken fliegen lernen _1D9D1_Anzeige_Schloss_Neuburg_210x143mm_final_RZ.pdf; s1; (210.00 x 143.00 mm); 12.Aug 2026 13:40:56;PDF_CMYK_Profilanwendung_ab150dpi; L. N. Schaffrath DruckMedien tagen 54 (noch) nicht erkennt. Zurücknahme ist auch ein Loslassen von Narzissmus und vom Drang, selbst der Lösungsbringer zu sein. Ich stehe nicht über dem Klienten, sondern wir begegnen uns auf Augenhöhe. Er ist der Experte auf seinem Terrain. Nicht ich. Es ist die Bereitschaft, nicht im Rampenlicht zu stehen, sondern dem Klienten die Bühne zu bereiten, um ihn in seiner Entwicklung zu stärken. Ein Praxisbeispiel: In einem Naturcoaching schildert ein Teilnehmer seine Situation. Sofort habe ich Ideen, was ich sagen könnte. Eine Deutung, eine Hypothese, eine Empfehlung. Doch statt gleich zu sprechen, halte ich inne und frage: „Was wird dir gerade bewusst?“ oder „Welche ersten Erkenntnisse hast du beim Beschreiben deiner Situation?“. Der Teilnehmer geht ein Stück schweigend, bleibt stehen, schaut in die Landschaft und sagt schließlich: „Jetzt ist mir klar, was ein möglicher nächster Schritt ist.“ Hätte ich meine Sicht sofort eingebracht, wäre diese Erkenntnis vielleicht verdeckt geblieben. Erst nachdem mein Gegenüber seine Erkenntnisse ausgesprochen hat, biete ich meine Perspektive als eine mögliche und immer nur zusätzliche Option an: »Möchtest du hören, was mir beim Zuhören bewusst geworden ist?« oder »Darf ich dir meine Sicht als mögliche Erweiterung anbieten?«. Wird es abgelehnt, behalte ich meinen Beitrag für mich. Das ist alles. Eine Übung: Probiere aus, dich während eines Coachings bewusst zurückzunehmen. Wenn dir in einer Begleitung eine Antwort oder ein Ratschlag auf der Zunge liegt, halte inne und erinnere dich an folgende Weisheit: Ein ungefragter Ratschlag ist selten ein Rat und oft ein Schlag. Halte stattdessen den Raum weiter offen, indem du eine Frage stellst wie: „Was macht das mit dir?“, „Was wäre deine eigene Antwort?“. Beobachte, was entsteht, wenn du nicht sofort in den Vordergrund trittst. Erst wenn die Eigenerkenntnis des Klienten geschehen ist, biete deine Sicht als Möglichkeit an: „Möchtest du hören, was mir aufgefallen ist?“ oder „Würde es dich unterstützen, wenn ich dir erzählen würde, wie andere Klienten eine ähnliche Situation für sich gelöst haben?“ 2. Die Fähigkeit des Zuhörens Echtes Zuhören ist mehr als Schweigen. Es bedeutet, mit voller Präsenz beim Gegenüber zu sein und das Gehörte so aufzunehmen, dass es auch für den anderen erfahrbar wird. Diese Art des Zuhörens ist ein aktiver Prozess und beinhaltet Nachfragen,
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