_1E9T6_Sonderheft Tagen_Anzeige_Buhlsche Muehle_inkl. Beschnitt.pdf; s1; (210.00 x 143.00 mm); 02.Sep 2026 14:23:20;PDF_CMYK_Profilanwendung_ab150dpi; L. N. Schaffrath DruckMedien tagen 42 same Erlebnisse fallen in der Regel viel kürzer und häppchenmäßiger aus und werden vorsichtig in ein gemeinsames Abendessen integriert. Schließlich soll am Abend nicht mehr Leistung gefordert werden als tagsüber. Eine Möglichkeit besteht zum Beispiel darin, dass die Gäste während des Menüs ein I-Pad in die Hand gedrückt bekommen und angeleitet werden, sich an einem Quiz zu beteiligen. Je nach Tischordnung werden kleine Teams von vier bis sechs Personen gebildet, die sich bei einer Quizfrage auf eine gemeinsame Antwort einigen, Bilderrätsel lösen, Dinge sortieren oder unterschiedliche Wissensbereiche miteinander verbinden müssen. Das Quiz kann auch individualisiert werden, wenn der Veranstalter der Tagung Fragen über seine Branche und Produktwelt einbringt (siehe auch unser Experteninterview ab Seite 42). Die Kommunikation am Tisch zwischen den Gängen eines Menüs ist ein wesentlicher Bestandteil des Formats. Jeder weiß etwas anderes und bringt eigene Erfahrungen ein. Dadurch wird diskutiert und die Menschen lernen sich auf eine ungezwungene Weise besser kennen. Ein ähnlicher Kommunikationsturbo wird mit Glücksspielen gezündet, wie man sie von den traditionellen Skatabenden her kennt. Alles, was den spielerischen Ehrgeiz kitzelt, lockert die Stimmung nach den Theorieinputs des Tages auf. Es macht auch Sinn, zwischen des Essensgängen einen Mentalisten auftreten zu lassen, der für Staunen sorgt und die grauen Zellen unterhaltsam anregt. Wenn die Tagungslocation in einer Weingegend liegt, bietet sich die Integration einer Weinprobe (erklärungsbedürftige regionale Produkte stoßen regelmäßig auf großes Interesse) in das Essen an. Aber auch alle anderen Ideen, die auf ein Tasting (Glühwein bei Weihnachtsfeiern) hinauslaufen, können an dieser Stelle für Genuss und Aha-Effekte sorgen. Nach dem Essen bieten sich kleine gemeinsame Fackel- oder Nachtwanderung an. Sie gelten als ideal für einen Spaziergang, der kommunikativ genutzt werden kann und der dann unbedingt an einem Lagerfeuer enden sollte. So ein Lagerfeuer dient seit Urzeiten der Kommunikation. Es bildet den sozialen Mittelpunkt einer Gruppe. Alle blicken in dieselbe Richtung auf das Licht und die Wärme. Das schafft eine sichere und ruhige Atmosphäre. Diese regt zum Erzählen von Geschichten an. Früher wurden Mythen, Erfahrungen und Werte am Feuer weitergegeben. Das Knistern des Holzes senkt das Tempo des Gesprächs. Es gibt Raum für Pausen und echtes Zuhören. In der Arbeitswelt steht der New-Work-Begriff „Lager-
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