Personalmagazin: Die Metallrente feiert Jubiläum. Was war aus Ihrer Sicht der wichtigste Erfolg der vergangenen 25 Jahre? Hansjörg Müllerleile: Der größte Erfolg ist für mich gar nicht zuerst eine Zahl oder ein konkretes Angebot, sondern die Tatsache, dass betriebliche Altersvorsorge für viele Menschen heute selbstverständlich geworden ist. Als die Metallrente damals gestartet ist, musste man oft noch erklären, warum eine zusätzliche Vorsorge überhaupt notwendig ist. Heute wissen die meisten Beschäftigten und die meisten Arbeitgeber, dass die gesetzliche Rente allein nicht reichen wird und dass die betriebliche Altersversorgung ein entscheidender Baustein für eine gute Alterssicherung ist. Besonders stolz macht mich zudem, dass es mit der Metallrente gelungen ist, über diese ganzen 25 Jahre ein gemeinsames Projekt der Sozialpartner zum Erfolg zu führen. Das ist etwas Besonderes. Kerstin Schminke: Das kann ich nur unterstreichen. Wir haben mittlerweile rund eine Million Versicherte bei der Metallrente. Das ist ein großer Erfolg, zumal die Sozialpartner sonst in der Regel durchaus unterschiedliche Interessen haben. Hansjörg Müllerleile ist seit 2022 Sprecher der Geschäftsführung der Metallrente. Zuvor war der Jurist in leitenden bAVPositionen bei der Bosch Pensionsfonds AG und beim Arbeitgeberverband Südwestmetall. Kerstin Schminke ist seit 2022 Geschäftsführerin der Metallrente. Zuvor war sie als politische Sekretärin beim Vorstand der IG Metall Expertin für betriebliche Altersversorgung. Inwiefern haben sich in diesen 25 Jahren die Erwartungen der Beschäftigten gegenüber der betrieblichen Altersvorsorge verändert? Schminke: Die Haupterwartung ist heute Transparenz. Welche Leistungen kann ich erwarten? Welche Kosten entstehen? Wie wird mein Geld angelegt? Hier spielt auch die digitale Zugänglichkeit eine wichtige Rolle. Deutlich zugenommen hat auch der Anspruch an die Flexibilität der bAV, auch weil Erwerbsbiografien heute oft anders aussehen – etwa mit Blick darauf, wie oft der Arbeitgeber gewechselt wird. Insgesamt kann man zudem sagen, dass die Beschäftigten wesentlich mehr über bAV und Kapitalmarktfragen generell wissen als dies früher der Fall war. Bei den Zinsen gab es ein Auf und Ab in den vergangenen Jahren, teils mit extremen Ausschlägen. Was hat das für die Metallrente bedeutet? Müllerleile: Ich bin zufällig ziemlich genauso lange im Geschäft der Altersvorsorge und betrieblichen Altersversorgung, wie es die Metallrente gibt. Und diese vergangenen 25 Jahre waren für alle Altersvorsorgeanbieter wahrscheinlich herausfordernder als viele Jahrzehnte „ Altersversorgung ist ein Langstreckenlauf, kein Sprint. Produkte müssen entsprechend robust sein. Sie müssen unterschiedliche wirtschaftliche Phasen überstehen können.“ Hansjörg Müllerleile 43 Branchenlösungen
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