Business Schools personalmagazin Business Schools 2026 24 „Was wäre, wenn eine KI Ihre Vorgesetzte wäre?“ Als ein Professor diese Frage im MBA-Studium stellte, dachte Tanja Maschur zunächst: wie absurd und abwegig. Die nächste Frage brachte sie schon mehr ins Grübeln: „Was wäre, wenn eine KI in Ihrem Team mitarbeiten würde?“ Schon wahrscheinlicher. Inzwischen ist sie überzeugt: Künftig wird sie nicht nur Menschen, sondern auch KI-Agenten führen. „Diese Vorlesung hat mich nachhaltig beeindruckt – und motiviert, mehr über KI in der Führung zu lernen“, so die MBA-Absolventin der Hochschule Koblenz. Die Schweizerin lebt seit rund 20 Jahren in Schweinfurt. Sie leitet bei der Mediengruppe Main-Post das zentrale B2BSales-Team: zehn Mitarbeiterinnen, von denen viele in Teilzeit arbeiten, verteilt über das gesamte Verbreitungsgebiet, von der Zentrale Würzburg bis in die Rhön. Ihre Aufgabe besteht darin, die B2B-Kunden zu beraten und Werbeprodukte zu verkaufen – am Telefon, per Mail und über mehrere Buchungsplattformen. Effizienz ist in der Medienvermarktung kein „Nice-to-have“, sondern Überlebensstrategie: Prozesse standardisieren, digiTANJA MASCHUR entschied sich für einen MBA am Rhein-AhrCampus der Hochschule Koblenz in Remagen, den sie berufsbegleitend im Fernstudium absolvierte. Ins KI-Zeitalter führen lernen Von Stefanie Hornung talisieren, automatisieren – und ausprobieren, wie Künstliche Intelligenz dabei unterstützen kann. Die Lust, Zusammenhänge zu verstehen Der Wunsch, einen MBA zu machen, schwelte schon lange in ihr. „Wenn nicht jetzt, wann dann“, dachte Tanja Maschur sich rund um ihren 40. Geburtstag. Als Erstausbildung studierte sie Primarlehrerin an der Pädagogischen Hochschule Zürich. „Lernen gehört zu meiner DNA.“ Nun wollte sie weiterlernen, betriebswirtschaftliche Basics besser verstehen. „Als ich sah, dass es MBAs mit Schwerpunkt Leadership gibt, war es um mich geschehen“, erzählt sie lachend. Bei ihrer Internetrecherche stieß sie auf eine entsprechende Vertiefungsrichtung am Rhein-Ahr-Campus der Hochschule Koblenz in Remagen. Ein akkreditierter Abschluss an einer staatlichen Hochschule, das war ihr wichtig. Noch dazu ein berufsbegleitendes Fernstudium. Finanziell konnte sie die für einen MBA eher günstigen Studiengebühren von 10.400 Euro plus Fahrt- und Übernachtungskosten Fast 20 Jahre nach ihrem Erststudium wollte es Tanja Maschur noch einmal wissen: Die Leiterin des zentralen B2B-Verkaufsteams der Mediengruppe Main-Post absolvierte in zweieinhalb Jahren einen berufsbegleitenden MBA – und baute dabei ihre Führungsexpertise auch im Umgang mit generativer KI aus.
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