03_2014
wirtschaft + weiterbildung
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Deutsch lernen.
Der Deutsche
Volkshochschulverband (DVV) hat
ein kostenloses Online-Lernportal
entwickelt, das ausländischen
Arbeitnehmern die deutsche Spra-
che lebensnah vermitteln und
einen Beitrag zur besseren Inte-
gration leisten soll. Das Projekt
wurde vom Bundesbildungsminis
terium gefördert, das Lernportal
Stellenwechsel.
Beim Institut für
Berufliche Bildung AG hat seit dem
1. Januar 2014 das langjährige
Vorstandsmitglied Bärbel Peters
den Vorsitz übernommen. Die bis-
herige Vorsitzende und Gründerin
Sigrid Baumann-Tornow wechselt
in den Aufsichtsrat. Zudem rückt
Katrin Witte in den Vorstand des
Bildungsanbieters vor.
Neuer Studiengang.
Ab Juni
2014 wollen das Steinbeis-
Europa-Zentrum und die School
of International Business and
Entrepreneurship (SIBE) den
Studiengang „Master of Science
(M. Sc.) in Innovation and Tech-
nology Management“ anbieten.
Der Studiengang richtet sich an
High Potentials nach dem Erststu-
dium für Schwerpunkt-Projekte im
Bereich Innovationsmanagement.
Weitere Informationen zum neuen
Studiengang finden Sie unter:
Auch das noch.
Zuerst Pferde,
dann Esel – jetzt haben findige
Coachs eine neue Tierart für sich
und ihre Managerklientel ent-
deckt: Elefanten. Ziel des Dick-
häuter-Coachings eines Anbieters
ist es etwa, dass sich die Kraft
des gutmütigen Herdentiers auf
den Coachee übertragen soll –
und dieser im Anschluss wie ein
Elefant ein Leben lang von der
Erinnerung zehrt.
Um Trends rund um das „Lernen im Jahr
2030“ zu prognostizieren, hat das Institute
of Corporate Education (Incore) in Zusam-
menarbeit mit der F.A.Z. Executive School
eine Delphi-Studie durchgeführt. Daran
haben 102 Weiterbildungs-Experten aus
den Bereichen Wirtschaft, Wissenschaft,
Politik und Verbände teilgenommen. Die
Ergebnisse legen nahe, dass die Entwick-
lung von Führungskräften und deren Soft
Skills künftig eine große Rolle spielen wer-
den: Die Persönlichkeit des Chefs werde
sich für die Teilnehmer zu einem Kern-
thema entwickeln, so eine Prognose der
Studienautoren. Inhalte solcher Trainings-
maßnahmen könnten demnach vor allem
Charakter und Authentizität, aber auch
spezifische Denkmuster wie erlernter Opti-
mismus werden. Die stetig wachsenden
Anforderungen an Führungskräfte würden
daneben zu weiteren neuen Trainingsan-
geboten wie etwa zur Offline-Kompetenz
führen, so eine weitere Prognose.
Die Autoren wagen auch einen Blick auf
die künftige Entwicklung des Weiterbil-
dungsmarkts. Dort erwarten sie hauptsäch-
ZUKUNFTSPROGNOSEN
Trends für die Weiterbildung des Jahres 2030
Kurz und Knapp
In einem Positionspapier warnen die
Wirtschaftsjunioren Deutschland (WJD)
davor, dass ein gesetzlicher Mindestlohn,
wie ihn die große Koalition plant, auf
Kosten der Aus- und Weiterbildung gehen
könnte. Nach Meinung des Verbands jun-
ger Unternehmer und Führungskräfte
könne der Mindestlohn dazu führen, dass
gerade Geringqualifizierten die Möglich-
keit genommen werde, sich weiterzuent-
wickeln. Dadurch wüchse die Gefahr, dass
viele Menschen vom Arbeitsmarkt ausge-
schlossen würden, heißt es in dem Papier.
Gleichzeitig würden mit dem Mindestlohn
Anreize gesetzt, Tätigkeiten aufzunehmen,
die langfristig keine Perspektive böten. Das
Papier finden Sie unter:
Das MMB-Institut für Medien- und
Kompetenzforschung hat im Auf-
trag der E-Cademy GmbH eine
Befragung von 342 Ausbildern
für gewerblich-technische Berufe
durchgeführt. Die Studie gibt Ant-
wort auf die Frage, welchen Stel-
lenwert E-Learning in der Ausbil-
dung von Fachkräften in diesen
Berufen hat: Fast zwei Drittel der
befragten Ausbilder setzen Formen
des digitalen Lernens bereits ein,
knapp ein Viertel plant dies für die
nächsten Jahre. Als Hauptgrund
nennen die meisten Befragten (92
Prozent) die individuelle Förde-
rung der Auszubildenden.
WJD warnen vor Folgen
für die Weiterbildung
Individuelle Förderung
steht im Fokus
MINDESTLOHN
E-LEARNING IN DER AUSBILDUNG
lich zwei Bewegungen: Zum einen werde
die technische Entwicklung, wie etwa die
Erfindung virtueller Klassenzimmer, den
Markt beeinflussen. Zum anderen werde
künftig auch eine Marktbewegung durch
gesellschaftliche Entwicklungen spürbar,
wie etwa die Forderung nach „Chefs mit
Charakter“. Zudem werde die Individua-
lisierung von Trainings in Zukunft zuneh-
men, prognostizieren die Autoren. Der
Markt werde aber fragmentiert bleiben und
damit wenig attraktiv für die Marktoffen-
siven internationaler Großanbieter.