• Alle sollten sich regelmäßig in der Rolle
des Lehrenden und des Lernenden ab-
wechseln, damit sich alle Gruppenmit-
glieder auf Augenhöhe begegnen kön-
nen.
• Die Lerngruppe sollte klein bleiben,
denn mit zunehmender Gruppengröße
(ab fünf Personen) nimmt die individu-
elle Leistungsbereitschaft deutlich ab.
• Die Gruppenmitglieder sollten unter-
schiedliche Stärken haben, um sich zu
ergänzen und so für eine kreative Dy-
namik zu sorgen. (Grünwald war der
Schnelle, Kopper der Gründliche und
Pohl der Ausdauernde.)
• Zusätzlich sollten außerordentliche
Ziele zusammenschweißen, sodass
jeder Einzelne sich für den Fortschritt
des Teams verantwortlich fühlt.
Ob in der Universität oder im Beruf, diese
Voraussetzungen müssen weitgehend
erfüllt sein, wenn sich die Vorteile von
Lerngruppen deutlich zeigen sollen. In
der beruflichen Weiterbildung funktio-
niert Lernen in Gruppen meistens nicht,
wenn zum Beispiel ein Trainer anordnet:
„So, nun gehen Sie bitte in Dreier- oder
Vierergruppen zusammen und diskutie-
ren Sie!“ Dann komme es zu sozialem
Faulenzen, Trittbrettfahren und Enttäu-
schungen nach anfänglichem Enthusias-
mus, prophezeit Frank Fischer, Professor
für Empirische Pädagogik und Pädago-
gische Psychologie an der Ludwig-Maxi-
milians-Universität München.
„Grundsätzlich muss man unterscheiden,
ob die Lerner sich für das Thema interes-
sieren oder nicht. Wenn ja, dann genügt
es häufig, eine sogenannte „echte Grup-
penaufgabe“ vorzugeben, die man nicht
sinnvoll alleine bearbeiten kann, und bei
der man davon profitiert, sie mit anderen
zusammen zu machen.“ Solch eine echte
Gruppenaufgabe habe außerdem keine
einzig richtige Lösung, sondern mehrere
Lösungen oder Lösungswege.
„Sollen in einer Gruppe starke, mittlere
und schwache Lerner zusammenarbei-
ten, ist ohne weitere Vorgaben die Wahr-
scheinlichkeit hoch, dass nur die Starken
und die Schwachen profitieren – der Stär-
kere erklärt dem Schwächeren, beide ler-
nen davon. Der Mittlere bleibt sozusagen
auf der Strecke“, berichtet Fischer von
seinen Erfahrungen mit Lerngruppen.
In Gruppen mit unterschiedlichen Leis
tungsniveaus sei es deshalb besonders
wichtig, die Zusammenarbeit stärker zu
strukturieren, etwa durch die Vorgabe
von Rollen und bestimmten Phasen und
Lernaktivitäten. Die Wissenschaft spre-
che von „Kooperationsskripts“.
2 Techniken für das Lesen,
Lernen und Merken nutzen
Die drei Turbo-Studenten haben die Er-
fahrung gemacht, dass schnelles Lernen
nicht ohne den Einsatz von Lerntech-
niken geht, deren Anwendung kontinu-
ierlich optimiert werden sollte. Grünwald,
R
) K U XQJ V N U l I W HHQ W Z L FN O XQJ DQ GH U 7 +'
%HDUEHLWXQJ VHOEVW JHZlKOWHU
7KHPHQ P|JOLFK GLH IU 6LH
XQG ,KU 8QWHUQHKPHQ ZLFKWLJ
VLQG
6SH]LHOOHV =HLWNRQ]HSW IU
%HUXIVWlWLJH GXUFK
9RUOHVXQJHQ DP :RFKHQHQGH
3HUV|QOLFKH %HWUHXXQJ
ZlKUHQG GHV JHVDPWHQ 6WXGL
XPV
,Q 6HPHVWHUQ ]XP
DNNUHGLWLHUWHQ $EVFKOXVV
9
0%$ *HQHUDO 0DQDJHPHQW
9
0%$ 8QWHUQHKPHQVJUQGXQJ XQG IKUXQJ
8QVHU $QJHERW
9
0DVWHU 3XEOLF 0DQDJHPHQW
9
0DVWHU 5LVLNR XQG &RPSOLDQFHPDQDJHPHQW
:(,7(5%,/'81*6=(17580 GHU 7+'
ZZZ WK GHJ GH ZHLWHUELOGXQJ 7HO
ZHLWHUELOGXQJ#WK GHJ GH
%HUXIVEHJOHLWHQGH
0%$ XQG
0DVWHUVWXGLHQJlQJH