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09_2014
wirtschaft + weiterbildung
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Mannschaft vor der Weltmeisterschaft in
ein Trainingslager. Und dort übte sie zum
Beispiel Standard-Situationen. Mit dem
Ergebnis, dass sie bei der Weltmeister-
schaft von allen Mannschaften die meis-
ten Tore nach Eckbällen und Freistößen
erzielte.
6.
Ein unterstützendes Umfeld
Ohne ein funktionierendes Team im Hin-
tergrund hätte die deutsche Mannschaft
in Brasilien vermutlich nicht einmal den
Weg ins Stadion gefunden. Und wenn
doch? Dann hätten einige Spieler ihre
Fußballschuhe im Hotel vergessen. Des-
halb ist der WM-Titel zu einem großen
Teil auch der Erfolg des Teams hinter dem
Team. Denn dieses sorgte dafür, dass die
Hauptprotagonisten, die Nationalspieler,
sich voll auf ihre Aufgabe „Fußballspie-
len“ konzentrieren konnten. Deshalb
hätte das Team hinter dem Team auch
einen Pokal verdient.
7.
Eine Spielidee
Mit welcher Spielweise können wir Welt-
meister werden? Hiervon hatte Jogi Löw
eine klare Vorstellung. Deshalb scheute
er sich nicht, unpopuläre Entscheidun-
gen zu treffen, wie den Stürmer Stefan
Kießling zu Hause zu lassen. Und dies,
obwohl alle Fußballexperten danach
schrien: „Ohne einen zweiten echten
Stürmer neben Miroslav Klose haben wir
keine Chance, Weltmeister zu werden.“
Jogi bewies ihnen das Gegenteil.
8.
Den Mut, Entscheidungen zu
korrigieren
Das bedeutet keinesfalls, dass Jogi Löw
alles richtig machte. Er hatte jedoch den
Mut, getroffene (Vor-)Entscheidungen
zu korrigieren. So entschied er zum Bei-
spiel nach den wenig souveränen Spielen
gegen Ghana und Algerien, Philipp Lahm
statt im Mittelfeld doch wieder als rech-
ten Verteidiger einzusetzen – mit dem ge-
wünschten Ergebnis.
9.
Eine klare Aufgaben- und
Rollenverteilung
Eine Fußballmannschaft ohne eine klare
Aufgabenverteilung ist kein Team, son-
dern ein Hühnerhaufen. Sie kann kei-
nen Erfolg haben. Entsprechend wichtig