07/08_2013
wirtschaft + weiterbildung
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r
Demonstration.
Die Messeauftritte
der AMT waren
auch immer des-
halb erfolgreich,
weil es etwas zum
„Herzeigen“ und
„Ausprobieren“
gab – hier den Test
„Werte-Profil“ auf
der Messe „Perso-
nal Süd 2013“.
nerteams professionell abgewickelt wer-
den. Mit insgesamt vier Partnern wurden
große Trainings- und Beratungsprojekte
begleitet und klassische Seminare zum
Beispiel zu Führung, Kommunikation
und Entscheiden abgewickelt. Die Ma-
nagement Transfer Akademie entwickelte
sich zu einem der großen Anbieter für of-
fene Seminare im ganzen Bundesgebiet.
Mit Stefan Oppitz kam schon sehr bald
ein Partner an Bord, der durch sein Stu-
dium in den USA Kontakte in die ameri-
kanische Weiterbildungsszene aufbaute.
Regelmäßige Besuche beim US-amerika-
nischen Trainerverband ASTD (American
Society for Training and Development)
und auf dessen Kongress waren eine gute
Möglichkeit, Trends wie Performance Im-
provement oder E-Learning aufzunehmen
und für den deutschen Markt umzuwan-
deln. „Think global – act local“, war das
Gebot der Stunde.
Internationale Ausrichtung
Mit der Namensänderung von „Manage-
ment Transfer Akademie“ hin zu „AMT
Management Performance AG“ entstand
einer der ersten Anbieter von Trainings
und externer Personalentwicklung in
Form einer Aktiengesellschaft. Warum?
Zum einen galt es im zunehmenden inter-
nationalen Umfeld und Wettbewerb eine
vertrauenswürdige Rechtsform zu finden.
Zum anderen sollten so Partner und Mit-
arbeiter eng an das nun auch „eigene Un-
ternehmen“ gebunden werden. Gefreut
hat die beiden heutigen Vorstände der
AG, Thomas Lorenz und Stefan Oppitz,
dass ihr Mentor, Professor Dr. Rupert Lay,
sofort bereit war, den Vorsitz des Auf-
sichtsrates einzunehmen, einen Posten,
den er heute noch ehrenhalber inne hat.
Mit dem Engagement von Rupert Lay bei
der AMT fanden Themen der Philosophie
und Werteorientierung wesentlich stärke-
ren Eingang in das bisher (mehr auf Lern-
transfer ausgerichtete) Angebot - zwei Be-
reiche, von denen Lorenz glaubt, dass sie
bis heute ein zentraler Ansatz sind, um
Identifikation mit und Nachhaltigkeit im
Unternehmen zu erreichen. Der Sinn des
Lebens, die Kultur des Unternehmens, die
Ethik der Manager sind bis heute zentrale
Fragen in Training, Coaching und Bera-
tung.
Den Kontakten in die USA verdankt AMT
die Idee und den Mut, einen Schwer-
punkt auf das damals noch junge Thema
„Performance Improvement“ zu legen.
Mit innovativen Konzepten rund um
das Thema „Performance“ wurden seit-
her in über 20 Lehrgängen Spezialisten
aus dem HR-Umfeld zu „Performance
Coachs“ ausgebildet, um so am Tisch der
Entscheider besser mitreden und mitge-
stalten zu können. Performance Improve
ment richtet Personalaktivitäten auf
messbare Werte aus und überprüft den
ökonomischen ROI von Entwicklungs-
maßnahmen und die Nachhaltigkeit für
die beteiligten Personen. Veränderungen
wurden in vielen Unternehmen durch
Performance-Improvement-Projekte be-
gleitet. Dafür erhielt die AMT internatio-
nale Auszeichnungen von der ASTD und
den Deutschen Trainingspreis des BDVT.
Die entsprechende Jury lobte jedes Mal,
dass AMT einen messbaren Erfolg von
Personalarbeit in unterschiedlichen The-
menfeldern nachweisen konnte.
Vom Persönlichkeitstest zum
Werte-Profil
Seit 2002 hält AMT das alleinige Recht
zur Lizenzierung weltweit führender Per-
sönlichkeitsinstrumente wie dem MBTI.
War das Thema „Persönlichkeitstests“
lange eine Domäne der Psychologie, fin-
den die Anwendung der verschiedenen
Instrumente immer weitere Akzeptanz
und tieferen Zugang in Kreisen der Per-
sonalentwicklung. „Gerade im Bereich
der Teamentwicklung und in Talent-Pro-
grammen sind diese Instrumente heute
nützlich, um Selbstreflexion anzustoßen
und Performance-Treiber erlebbar zu ma-
chen“, erklärt Lorenz. Eigene Stärken und
Präferenzen zu erkennen, das Bedürfnis
nach Beziehungen und das Feedback
zum eigenen Führungsstil sind heute
wesentlicher Bestandteil der Personalent-
wicklung und insbesondere auch Basis
für die individuelle Begleitung durch
einen Coach.
Auch in dem Bereich der Tools ist ein
Wandel zu erkennen: Reichte bisher die
Beschäftigung mit der individuellen Per-
sönlichkeit aus, so besteht seit Kurzem
die Nachfrage nach einem Instrument,
welches den Zusammenhang zwischen
Unternehmenskultur und der Leistung
der Mitarbeiter ermittelt. AMT hat sein
Spektrum um das „Werte-Profil“ erwei-
tert, welches die Antriebswerte der Mitar-
beiter in einem Unternehmen misst. „Nur
wer versteht, was Mitarbeiter bewegt,
kann Top-Performance erzielen“, so Lo-
renz. Als eine dauerhafte Grundlage für
die Motive von Mitarbeitern gelten deren
Werte und Wertstrukturen. Performance
wird erzielt, indem diese Werte angespro-
chen werden.
Das Werte-Profil erfasst das Wertepoten-
zial der Mitarbeiter in einer Organisation
und stellt fest, in welchem Umfang eine
Organisation die Werte ihrer Mitarbeiter
zu nutzen weiß. Das Werte-Profil geht
davon aus, dass Führung, Strategie und
auch Wandel einer Organisation nur
dann erfolgreich sein können, wenn
das Management den inneren Beweg-
gründen der Mitarbeiter angemessen
Rechnung trägt. „Erst wenn verstanden
wird, was die Mitarbeiter bewegt, kön-
nen Mitarbeiterpotenziale optimal zur
Entfaltung gebracht werden. Die innere
Foto: Pichler