Seite 49 - wirtschaft_und_weiterbildung_2013_11-12

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gen, dass die 1946 auf einer ehemaligen
Luftwaffen-Basis in Phoenix gegründete
Business School selbst eine Non-Profit-
Organisation bleibe. Die Partnerschaft
solle nur dafür dienen, Standorte im Aus-
land aufzubauen.
Der Widerstand basiert auch auf einem
Report über Amerikas profitorientierte
Bildungsfirmen, die der Senat 2012 ver-
öffentlichte. Danach haben sie höhere
Studiengebühren als staatliche Universi-
täten, sparen aber bei der Lehre. So gab
die zu Laureate gehörende Walden Uni-
versity in Minnesota 2009 lediglich 1.574
Dollar pro Student für die Lehre aus, die
zweitniedrigste Zahl aller profitorientier-
ten US-Institutionen und deutlich weni-
ger als staatliche Organisationen. Dage-
gen ließ man sich das Marketing 2.230
Dollar pro Student kosten und fuhr einen
Rekordgewinn von 101 Millionen Dollar
ein. Somit hat Laureate, das vor allem pri-
vaten Investoren gehört, genug Geld für
Kooperationen mit renommierten, aber
finanzschwachen Schulen. So gibt es be-
reits eine Partnerschaft mit der University
of Liverpool. Die Firma betreibt deren
Online-Programme und hat für die Uni-
versität einen Campus in China eröffnet,
der bereits ein Viertel der Einschreibun-
gen generiert. Inzwischen kooperiert das
Unternehmen mit Sitz in Maryland mit 72
Institutionen in 30 Ländern, viele davon
in Entwicklungsländern, und hat rund
800.000 Teilnehmer in ihren Kursen.
Ashridge jetzt mit Pearson
„Wir sind einfach zu klein für größere Ex-
pansionen“, erklärt auch Kai Peters, Chief
Executive der britischen Ashridge Busi-
ness School. Vor Kurzem ist die Schule
daher eine Kooperation mit dem Medi-
enkonzern Pearson eingegangen, dem
weltweit größten Anbieter von Bildungs-
inhalten und Eigentümer der Financial
Times. Ab 2014 bietet Ashridge Bachelor-
Abschlüsse im Bereich Wirtschaft am
Pearson College in London an und vergibt
dort seine Abschlüsse. Bisher ist die briti-
sche Business School vor allem bekannt
für ihre Angebote in der Managerweiter-
bildung (Executive Education) und ihre
MBA-Programme. Für die Schule sei das
Ganze auch ökonomisch sehr interessant,
weil man durch Bachelor-Studenten zu-
mindest für drei Jahre sichere Einnahmen
habe, erklärt Ashridge-CEO Peters. Dage-
gen werde der Markt für Executive Educa-
tion immer unsicherer und volatiler.
Doch ob das auf Dauer gut geht, muss
sich zeigen. Auf die Gefahr der möglichen
Aufweichung akademischer Standards
angesprochen, antwortet der Ashridge-
Chef: „Wir sind verantwortlich für die
Qualität und haben das Sagen.” Geplant
sind zunächst 300 Bachelor-Studenten
pro Jahr. Sobald man die kritische Masse
von rund 1.000 Studenten erreicht habe,
überlege man, ob man die Programme
auch international anbietet, so Peters.
Bärbel Schwertfeger
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ET: 25.10.2013
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