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wirtschaft + weiterbildung
11/12_2013
Trends für den Arbeitsmarkt des Jahres 2030
Zukunftsforschung
Wie sich Arbeit und Bildung in Deutschland
bis zum Jahr 2030 entwickeln könnten,
zeigt die Studie „Arbeitsmarkt 2030“. Auf
Grundlage eines Prognosemodells, das Eco-
nomix Research and Consulting im Auftrag
des Bundesministeriums für Arbeit und
Soziales entwickelt hat, sagen die Forscher
für den Arbeitsmarkt der Zukunft folgende
Trends voraus:
• Der Bedarf an hoch qualifizierten Arbeits-
kräften könne in Zukunft nur gedeckt
werden, wenn Deutschland seine Wei-
terbildung zu einem zertifizierten System
mit bundesweiten Standards ausbaut.
• Der Bevölkerungsrückgang und die Alte-
rung der Bevölkerung werden zu einem
sinkenden Angebot an Arbeitskräften
führen: Laut Prognose der Forscher wer-
den es 2030 um 1,4 Millionen weniger
sein.
• Die asiatischen Länder werden in die
Hochtechnologiemärkte vorstoßen.
Damit gebe es in Deutschland weniger
industrielle Produktion, aber vermehrt
Forschung, Entwicklung und Manage-
ment der internationalen Wertschöp-
fungskette. Die deutsche Industrie werde
sich dadurch zum industriellen Dienst
leister wandeln.
• Eine alternde Bevölkerung werde zu
einer zentralen Herausforderung einer
auf Innovation und Wissen basierenden
Wirtschaft: Der Erhalt dieser Grundlagen
durch eine breit angelegte Weiterbildung
erscheine als Kernpunkt der langfristigen
Politik.
• Trotz des demografischen Rückgangs der
jungen Bevölkerung werde es in Zukunft
mehr Arbeitskräfte mit Hochschulab-
schluss geben: Dieser werde von 17 Pro-
zent im Jahr 2010 auf 26 Prozent im Jahr
2030 steigen.
• Die Forscher sehen die deutsche Wirt-
schaft auf dem Weg von der Dienstleis
tungs- zur Wissensökonomie. Deshalb
seien in Zukunft nicht nur mehr Hoch-
schulabsolventen gefragt, sondern auch
Höherqualifizierte auf allen Bildungsebe-
nen, so die Prognose.
Einer Studie der Akademie für
Führungskräfte zufolge spie-
len 48,8 Prozent der befragten
Arbeitnehmer mit dem Gedan-
ken, sich in den nächsten
zwei Jahren eine neue Stelle
zu suchen. Noch mehr, näm-
lich 60 Prozent, finden poten
ziell auch andere Berufsfelder
und Tätigkeiten attraktiv und
würden einen grundlegenden
beruflichen Richtungswechsel
in Betracht ziehen. Für die Stu-
die wurden 407 deutsche Fach-
und Führungskräfte befragt.
Die Studienautoren haben auch
nach der aktuellen Jobzufrie-
denheit der Fach- und Füh-
rungskräfte gefragt. Hier sagt
jeder Dritte, seine berufliche
Situation sei verbesserungs-
würdig. Mehr als 15 Prozent
bezeichnen sich gar als „unzu-
frieden“ oder „sehr unzufrie-
den“. Um die Jobzufriedenheit
zu steigern, müssten die Arbeit-
Mitarbeiterzufriedenheit
So verhindern Firmen den Jobwechsel
geber der Studie zufolge mehr
bieten: Die meisten Befragten
würden eine höhere Vergütung
und mehr Gestaltungsmöglich-
keiten wählen, wenn sie sich in
ihrem aktuellen Job etwas aus-
suchen dürften.
Weiterhin aufschlussreich für
die Arbeitgeber dürften die
Erkenntnisse zu den Aufstiegs-
wünschen der Arbeitnehmer
sein. 51,7 Prozent der Befragten
halten es nämlich für wichtig,
Karriere zu machen; 14,4 Pro-
zent schätzen dies sogar als
sehr wichtig ein. Beim aktu-
ellen Arbeitgeber sieht jedoch
über die Hälfte der Befragten
keine Perspektive: 51,2 Pro-
zent bewerten ihre Aufstiegs-
chancen dort als eher schlecht.
Doch es muss nicht immer der
Chefposten sein – 49,5 Prozent
der Befragten zeigen sich offen
für eine Fachkarriere ohne Füh-
rungsverantwortung.
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