Seite 65 - wirtschaft_und_weiterbildung_11_12_2011

Basic HTML-Version

11/12_2011
wirtschaft + weiterbildung
65
Werner Vogelauer bietet auch
in seiner sechsten aktualisier-
ten und erweiterten Auflage
seines Buchs „Methoden-ABC
im Coaching“ eine bunte Mi-
schung aus praxiserprobten
Methoden: Insgesamt 140 an
der Zahl, die für die unter-
schiedlichsten Anlässe ver-
wendet werden können, zum
Beispiel zur Diagnose, zur Er-
fassung der Hintergründe, der
Ressourcen und Potenziale des
Coachee, ebenso wie zur Eva-
luation und Selbstreflexion.
Gerade Letzteres ist von ent-
scheidender Bedeutung. Stets
sein eigenes Handeln und
Vorgehen zu hinterfragen und
zu reflektieren, unterscheidet
letztlich erfolgreiche Coachs
von anderen. Welche pro-
fessionellen Standards noch
dazugehören, daran erinnert
der Autor den Leser im ersten
Kapitel, wo er auch, insbeson-
dere für Einsteiger, die Grund-
lagen des Coachings nochmals
kurz skizziert. Fazit: Das Buch
liefert wertvolle Impulse für
Coachs, kann aber auch für
Personalentwickler als gute
Entscheidungshilfe dienen.
Bunte Werkzeugkiste für den Coach
Dr. Werner Vogelauer:
Methoden-ABC im Coaching.
Praktisches Handwerkszeug
für den erfolgreichen Coach.
Luchterhand, Köln 2011,
6., aktualisierte und erwei-
terte Auflage, 376 Seiten,
45 Euro
Das Thema „Burn-out“ ist in
aller Munde. Medien spre-
chen bereits von einer neuen
Volkskrankheit. Doch wer ist
schuld? Nicht nur der Ein-
zelne, sondern in einem er-
heblichen Maße auch die heu-
tige moderne Arbeitswelt, so
die These des Autors. Falsch
sei es, Burn-out ausschließ-
lich als individuelles Problem
abzutun, liegen die Wurzeln
doch weitaus tiefer. Als Haupt-
gründe für den strukturellen
Burn-out – denn um nichts
anderes handelt es sich seiner
Meinung nach – der die Ar-
beitsgesellschaft lahmzulegen
droht, nennt Markus Väth das
inhumane Prinzip des Multi-
taskings, die Entgrenzung des
Arbeitslebens, die Illusion des
Zeitmanagements, schlecht
ausgebildete Führungskräfte
sowie fragwürdige Unterneh-
menswerte und gesellschaft-
liche Leitbilder. Erst wenn wir
diese Hintergründe verstehen,
könne sich wirklich etwas än-
dern, vorausgesetzt, wir sind
auch bereit für diesen Schritt.
Denn eines ist klar: Ein gesell-
schaftlicher Bewusstseinswan-
del ist vonnöten, der beson-
ders von den Unternehmen
ein Umdenken erfordert.
Fazit: Eine längst überfällige
Ursachenanalyse, die zur
Pflichtlektüre gehören sollte.
Warum Burn-out ein strukturelles Problem ist
Markus Väth:
Feierabend hab ich, wenn
ich tot bin. Gabal Verlag,
Offenbach 2011, 240 Seiten,
19,90 Euro
„Crashkurs!“ – der Name
ist Programm, und zwar im
wahrsten Sinne des Wortes:
Kurz und knapp, schnörkellos
und pointiert, praxisorientiert,
aber trotzdem theoretisch fun-
diert. Karin Letter und Jürgen
Abendschein zeigen, dass
ein Buch über „zertifiziertes
Qualitätsmanagement“ kei-
neswegs eine langweilige und
trockene Lektüre sein muss.
Im Mittelpunkt des Arbeits-
buchs steht Paolo Pascale, der
die Qualität der Prozesse in
seinem Pizzalieferdienst auf
der Grundlage der DIN-Norm
EN ISO 9001:2008 zertifizieren
lassen möchte. Doch was muss
er dafür tun? Die Autoren lie-
fern die Antwort. Sie verste-
hen es, dem Leser anhand der
DIN-Norm Kapitel für Kapitel
lebendig vor Augen zu führen,
was Paolo Pascale beachten
muss, um zu einem ständigen
Verbesserungsprozess seiner
Qualität zu gelangen.
Die Allgemeinverbindlichkeit
und zahlreiche Übungen, To-
do-Listen, Musterformulare
und Praxistipps sorgen dabei
für einen leichteren Transfer
in die Praxis.
Qualitätsmanagement leicht gemacht
Jürgen Abendschein/
Karin Letter:
Qualitätsmanagement –
SMART-QM für Dienstleister:
Crashkurs! Cornelsen Scrip-
tor, Berlin 2011, 120 Seiten
12,95 Euro