Seite 55 - wirtschaft_und_weiterbildung_11_12_2011

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11/12_2011
wirtschaft + weiterbildung
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man inzwischen sogar schon das MBA-
Studium mit Beratung. So arbeiten MBA-
Studenten künftig nicht nur an konkreten
Veränderungsstrategien eines Unterneh-
mens, einzelne Firmenmitarbeiter können
auch am MBA-Unterricht teilnehmen und
so ihr Wissen auffrischen. Gleichzeitig
profitieren die MBA-Studenten von ihrem
Praxiswissen. Doch damit nicht genug.
Professoren führen auch interne Firmen-
seminare durch, damit die Mitarbeiter
den angestoßenen Veränderungsprozess
besser umsetzen können.
5 Studiendauer verkürzen
Immer mehr US-Schulen bieten einjäh-
rige, berufsbegleitende MBA-Programme
an. Traditionell dauert das Studium in
den USA zwei Jahre mit einem mehrmo-
natigen Praktikum nach dem ersten Jahr.
Inzwischen gibt es rund zwei Dutzend
Schulen mit kürzeren Programmen. Dazu
gehören die Olin Graduate School of Busi-
ness am Babson College, die School of
Management an der Boston University
oder die Marshall School of Business an
der University of Southern California. Und
die Kellogg School of Management bie-
tet bereits seit dem Ende der 60er-Jahre
neben ihrem zweijährigen Programm
auch ein einjähriges MBA-Studium an.
Vor Kurzem verkündete die McCallum
Graduate School of Business an der Ben-
tley University den Start eines neuen elf-
monatigen Programms für Teilnehmer mit
mehr als fünf Jahren Berufserfahrung. Die
US-Studenten scheinen sich zunehmend
für die kürzeren Programme zu erwär-
men. So gaben 48 Prozent an, ein einjäh-
riges Programm zu bevorzugen. Ein we-
sentlicher Grund dürften die Kosten sein.
Denn zwei Jahre Verdienstausfall plus hö-
here Studiengebühren können sich immer
weniger Amerikaner leisten.
6 Von China lernen
Vor 17 Jahren wurde die China Europe
International Business School (CEIBS)
in Shanghai mithilfe der Europäischen
Union gegründet, um in China eine füh-
rende Business School aufzubauen. In-
zwischen ist die CEIBS eine der führenden
internationalen Business Schools und hat
eine tragende Rolle bei der Ausbildung
chinesischer Führungskräfte gespielt.
Nun will die Schule auch den Markt der
Managerbildung in Europa, den USA und
den neuen Wachstumsmärkte wie Afrika,
Lateinamerika und Indien erobern. Im
September fand das erste Executive-
Education-Program in Zürich statt. Der
dreitägige Kurs “China Connecting Con-
versations” umfasste Vorträge von fünf
CEIBS-Präsidenten und -Professoren über
verschiedene – für die Manager globaler
Unternehmen relevante – Themen zu
China. Dass eine asiatische Schule Ma-
nagerweiterbildung in Europa anbietet,
ist neu und zeigt, dass der globale Wett-
bewerb auch im Bereich Executive Edu-
cation zunimmt. Im Gegenzug erweitert
die Insead Business School, die mit ihren
Standorten in Fontainebleau bei Paris,
Singapur und Abu Dhabi als eine der füh-
renden internationalen Managerschulen
gilt, ihr Angebot für asiatische Manager.
7 Auch das noch …
Der weltweite „Siegeszug“ des MBA-Kon-
zepts schreitet voran. Nun wurde auch
eine der letzten Bastionen genommen.
Seit Kurzem gibt es auch auf Kuba ein
MBA-Programm! Es wird von der Katho-
lischen Kirche im San Carlos y San Am-
brosio Seminar in Havanna angeboten.
Die Professoren kommen von der San
Antonio Catholic Universität aus Mur-
cia in Spanien und lehren jeden Monat
eine Woche in Havanna, den Rest der
Zeit werden die berufstätigen Studenten
von kubanischen Ökonomen unterrich-
tet. Auch die European Foundation for
Management and Development (EFMD)
in Brüssel will sich in der Manageraus-
bildung in Kuba engagieren. Das Projekt,
an dem die Esade Business School in Bar-
celona beteiligt ist und das von der EU
finanziert wird, sollte bereits letztes Jahr
starten, kommt aber derzeit nicht voran.
Auch im einst kommunistischen Kasachs-
tan soll eine Business School nach west-
lichem Vorbild entstehen. Dazu hat man
sich die Fuqua School of Business die
amerikanischen Duke University zur Un-
terstützung geholt. Ziel ist es, im Septem-
ber 2012 an der Nazarbayev Universität in
der Hauptstadt Astana mit einem MBA-
Programm zu starten.
Bärbel Schwertfeger
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