11/12_2011
wirtschaft + weiterbildung
35
Back-Office.
Gute Sprachkenntnisse, interkulturelle Kompetenz und Organisations-Skills sind für heutige Assistentinnen ein Muss.
Niveau sicherzustellen“, so Hellmanns
Überzeugung. Ihr Ziel: Ein unternehmens-
weiter Standard für Office-Managerinnen,
der einen beruflichen Wechsel dieser Mit-
arbeiterinnen innerhalb des Pharma- und
Chemieunternehmens vereinfachen soll.
Am Hauptsitz in Darmstadt unterstützt
Merck mit einem Bündel an Maßnah-
men deshalb die Weiterbildung seiner
rund 400 Mitarbeiterinnen im Office und
fördert so gezielt deren Employability.
Etwa die Hälfte der Assistentinnen und
Office-Managerinnen am Standort sind
über 40 Jahre alt, die durchschnittliche
Betriebszugehörigkeit liegt bei knapp 14
Dienstjahren. Ein umfangreicher offener
Bildungskatalog für die Zielgruppe um-
fasst Themen vom Gedächtnistraining
über Betriebswirtschaft oder Rhetorik bis
hin zu Bürokommunikation oder spezi-
fischen IT-Workshops. Tuchfühlung mit
der fachlichen Seite ihres Arbeitgebers
können die Assistentinnen beispielsweise
im Seminar „Vom Molekül zur Marktein-
führung – Pharmafachwissen für Assis-
tenz“ aufnehmen.
Die Palette der betrieblichen Qualifizie-
rungsangebote für Assistentinnen bei
Merck greift gezielt aktuelle Trends und
momentane Herausforderungen des
Markts auf. Zudem orientiert sie sich an
den Merckschen Unternehmenswerten
sowie dem „Merck-Competency-Com-
pass“ (MCC). Dessen Inhalte bestimmen
seit 2008 über alle Hierarchien und Un-
ternehmensbereiche hinweg maßgeblich
die Schwerpunktsetzung bei Personalent-
wicklungsaktivitäten. „Skills wie über-
zeugende Kommunikation, Ergebnis- und
Kundenorientierung oder Teamarbeit,
wie sie im MCC festgehalten sind, spielen
auch im Tagesgeschäft von Office-Mitar-
beiterinnen eine zentrale Rolle“, erklärt
Trainingsmanagerin Tanja Pomplun, die
in der Weiterbildungsabteilung die Qua-
lifizierung dieser Zielgruppe verantwortet
und deren berufliche Wurzeln selbst im
Sekretariat liegen.
Zentraler Baustein der Weiterbildungs-
angebote im Office-Bereich ist das zwei-
jährige Qualifizierungsprogramm „Pro-
fessionelle Merck Assistenz“ (PMA),
welches mit einem internen Zertifikat
abschließt. 75 Assistentinnen haben die
Ausbildung bisher absolviert, weitere 25
Teilnehmerinnen befinden sich in der
Maßnahme, die in zwei Pflicht- und drei
Wahlmodule aufgeteilt ist. Diese Wahl-
module werden aus rund 15 unterschied-
lichen Seminaren ausgesucht und vermit-
teln Wissen, das direkt zu dem jeweiligen
Arbeitsplatz beziehungsweise der Arbeits-
stelle, den persönlichen Entwicklungs-
feldern und jeweiligen Interessengebieten
von Vorgesetzten und Mitarbeitern passt.
Die Palette der angesprochenen Themen
reicht vom souveränen Auftritt über wor-
king across cultures oder Brain Power bis
hin zu Kreativität und Lösungsfindung
oder effektive Protokollführung.
„Für Assistentinnen sind zeitgemäße
betriebswirtschaftliche Kenntnisse oder
Abrechnungstechniken ebenso wichtig
wie eine kontinuierliche Weiterarbeit an
vorhandenen Sprachkompetenzen“, sagt
Produktionsleiter Wilk, der ein über-
zeugter Befürworter des Weiterbildungs-
konzepts ist. Er weiß zu schätzen, dass
R
Foto: Merck KGaA