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11/12_2011
wirtschaft + weiterbildung
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In Deutschlands Kliniken, Pflegestationen und in der
häuslichen Pflege arbeiten rund 860.000 Pflegekräfte.
Fast 200.000 von ihnen befinden sich im letzten Drit-
tel ihres Arbeitslebens und blicken bereits auf viele
Dienstjahre zurück. Für berufserfahrene Fachkräfte
in der Pflege will das dreijährige Förderprojekt „Flexi-
care 50+“ neue Möglichkeiten ausloten, wie sie sich
trotz hoher Arbeitsbelastung und hohem Kostendruck
weiterbilden können. Das Projektkonsortium, das sich
aus Vertretern der SRH Fachhochschule für Gesundheit
Gera, der e/t/s didactic media und dem MMB-Institut
für Medien- und Kompetenzforschung zusammensetzt,
entwickelt hierfür Lernszenarien, die im Frühjahr 2012
in ausgewählten Krankenhäusern erprobt werden.
Dazu zählen Micro-Learning- und Blended Learning-
Szenarien ebenso wie der Ansatz „Community of Prac-
tice“, der es den Fachkräften ermöglichen soll, sich via
Internet über verschiedene berufsbezogene Themen
auszutauschen. Offizieller Projektbeginn war der 1.
August. Erste Ergebnisse sind bereits im kommenden
Jahr zu erwarten. Das Projekt unter der Leitung von
Prof. Dr. Margot Siege wird vom Bundesministerium
für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Europäi-
schen Sozialfonds für Deutschland (ESF) gefördert.
Jeder fünfte Berufstätige (22
Prozent) fühlt sich in seinem
Beruf nicht richtig eingesetzt.
Das zeigt eine aktuelle Umfrage
unter 1.005 Arbeitnehmern im
Rahmen der Studie „Kompe-
tenz- und Talentmanagement“
der Deutschen Universität für
Weiterbildung (DUW). Jeweils
elf Prozent der Befragten fühlen
sich überfordert oder unterfor-
dert. Mehr als die Hälfte der
Unterforderten (53 Prozent)
gibt in der Forsa-Umfrage an,
zu wenig anspruchsvolle Auf-
gaben zu bekommen. Über
mangelnde Verantwortung kla-
gen 48 Prozent dieser Gruppe,
37 Prozent empfinden ihren
Beruf als zu wenig abwechs-
Projekt „Flexicare 50+“ entwickelt und
testet E-Learning in Kliniken
Fehlbesetzung kein Einzelfall
WEITERBILDUNG IN PFLEGEBERUFEN
DUW-STUDIE
lungsreich. Die Überforderten
leiden hingegen vor allem
unter ihrem hohen Arbeitspen-
sum (73 Prozent). Jeder Dritte
dieser Gruppe meint, zu viel
Verantwortung zu tragen (35
Prozent) oder sehnt sich nach
mehr Routine (30 Prozent).
Fatal: Jeder dritte Unzufriedene
hat sich mit seiner Situation
abgefunden. Fast die Hälfte will
jedoch an sich selbst (22 Pro-
zent) oder an der Situation im
Job (22 Prozent) etwas ändern
– etwa durch Weiterbildung
oder ein Gespräch mit den
Vorgesetzten. 18 Prozent der
Unzufriedenen geben an, dass
sie sich einen anderen Arbeit-
geber suchen wollen.
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