Seite 34 - wirtschaft_und_weiterbildung_2011_04

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wirtschaft + weiterbildung
04_2011
viduelle Stärken weiterzuentwickeln und
über neue Herausforderungen die Qualifi-
kation zu erweitern. „Erfolgserlebnisse in
der täglichen Arbeit, Anerkennung und
Bindung sind die Rahmenbedingungen
der Mitarbeitermotivation“, so Himpan.
Um die Personalentwicklung gezielt als
Motivationsfaktor einzusetzen, suchte
SAP Mitte 2009 einen Trainingsanbie-
ter, der individuelle Weiterbildungslö-
sungen für die Mitarbeiter bereitstellt und
dabei günstige Konditionen pro Trainings-
einheit bietet.
„Der Dienstleister sollte die komplette
Organisation der Trainingsmaßnahmen
übernehmen und homogene Standards
mit Qualitätskriterien gewährleisten“,
präzisiert Himpan. „Berlitz hat alle diese
Kriterien erfüllt.“ Der Seminarspezialist
führte die Termin- und Trainereinsatzpla-
nung durch, wickelte den gesamten An-
meldungsprozess der Teilnehmer ab und
ermittelte automatisch den Seminarbedarf
für das Folgejahr. Berlitz lieferte sämt-
liche Trainingsmaterialien einschließ-
lich Vor- und Nachbereitung nach den
Vorgaben von SAP und erstellte die Teil-
nehmerzertifikate. Darüber hinaus über-
nahm der Dienstleister auch noch das
Bildungs-Controlling.
Die SAP AG in Walldorf bei Heidelberg ist
einer der weltweit größten Software-Her-
steller mit rund 53.000 Mitarbeitern und
Niederlassungen in mehr als 50 Ländern.
Mit über 100.000 Kunden in mehr als 120
Ländern erwirtschaftete SAP im Jahr 2009
einen Umsatz von über 10,6 Milliarden
Euro. Auch bei technischen Produkten
bestimmt der direkte Kontakt zwischen
Mitarbeitern und Kunden die Qualität der
Leistung. Der Kunde nimmt Aufmerksam-
keit, Wertschätzung, Authentizität und
Begeisterung für das Produkt wahr. Diese
Parameter können nur Mitarbeiter erfül-
len, die motiviert sind, die sich mit ihrer
Firma identifizieren und Freude an ihrer
Tätigkeit haben.
SAP-Personalentwicklung:
Qualifikation und Motivation
„Die Mitarbeiterzufriedenheit beeinflusst
unmittelbar die Kundenzufriedenheit“,
weiß Karin Himpan, die als Projektleite-
rin bei SAP die strategische Personalent-
wicklungsmaßnahme „Smarties“ des Vor-
standsbereichs Products & Solutions um-
setzt. „Daher legen wir großen Wert auf
die Qualifikation und Motivation unserer
Mitarbeiter.“ Dabei gehe es darum, indi-
Mitarbeitermotivation
durch „Smarties“ gesteigert
DIDAKTIK.
Der Software-Riese SAP in Walldorf lässt seine Mitarbeiter in über
zehn Ländern mit „Smarties“ schulen. Das sind halbtägige Seminare in Arbeits-
platznähe, die von örtlichen Trainern durchgeführt werden. Fazit: Hohe Effektivität
und Praxisnähe. Der Arbeitszeitverlust bleibt minimal.
Aufgabe war es, ein Weiterbildungsfor-
mat zu entwickeln, das gleichermaßen
effektiv wie effizient ist: Zeitaufwand
und Kosten sollten möglichst niedrig, der
praktische Nutzen des Trainings dagegen
möglichst hoch sein. Die gemeinsame
Lösung heißt „Smartie“. „Ein Smartie ist
eine dynamische Trainingseinheit von
vier Stunden Dauer, bei der die Teilneh-
mer einen hohen Mitwirkungsanteil
haben“, definiert Himpan. „Diese halbtä-
gigen interaktiven Power-Seminare finden
in Arbeitsplatznähe der Teilnehmer statt,
sodass Reisezeiten und -kosten nahezu
entfallen.
Inhaltlich ist das Konzept praxisnah und
lösungsorientiert.“ Die Themen sind auf
den Arbeitsalltag der Mitarbeiter zuge-
schnitten. Vier Themenschwerpunkte
decken die Smarties ab: Kommunikation,
Arbeitstechniken, Projektmanagement
und interkulturelles Training. Die meisten
Inhalte der einzelnen Module stimmen im
Kern mit Seminaren überein, die Berlitz
auch sonst anbietet, etwa Präsentations-,
Verhandlungs- oder Kreativitätstechniken
sowie Konflikt-, Zeit- und Selbstmanage-
ment. „Auch interkulturelle Fähigkeiten
und das Arbeiten in virtuellen Teams wer-
den trainiert. Die wichtigsten Märkte sind
fachbeiträge