Seite 27 - personalmagazin_2014_09

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MANAGEMENT
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DIENSTLEISTUNGEN
09 / 14 personalmagazin
Mitarbeiter und Dienstleister
als Sicherheitslücken
S
pionage ist ein Thema, das nicht nur Regierungen und
Nachrichtendienste betrifft, sondern auch dieWirtschaft.
Wie eine Umfrage von Corporate Trust unter 6.767 Unter-
nehmen in Deutschland ergab, waren 27 Prozent der Firmen
von einem konkreten Vorfall betroffen und weitere 27 Prozent
hatten zumindest einen Verdachtsfall. Das stellt einen Anstieg
der Spionageangriffe um knapp sechs Prozent im Vergleich zu
2012 dar. Über drei Viertel der betroffenen Firmen verzeich-
neten einen finanziellen Schaden. Außerdem beklagten über
40 Prozent der Unternehmen einen materiellen Schaden, die
meisten durch den Ausfall oder Diebstahl von IT- oder Telekom-
munikationsgeräten. Aber auch von immateriellen Schäden
berichten 37 Prozent der Unternehmen, unter anderem durch
Patentrechtsverletzungen und Imageschäden.
Wie die Studie weiter ergeben hat, steht der Mittelstand ver-
stärkt im Fokus der Angreifer. Die am stärksten betroffene
Branche ist der Automobil-, Luftfahrzeug-, Schiffs- und Maschi-
nenbau, gefolgt von Chemie/Pharma/Biotechnologie. Während
der Schaden in der Hälfte aller Fälle durch Hackerangriffe auf
EDV-Systeme und Geräte entstand, steht die bewusste Informa-
tions- oder Datenweitergabe durch die eigenen Mitarbeiter mit
SICHERHEITSLÜCKEN
In einem Drittel aller konkreten Vorfälle verursachen eigene Mit-
arbeiter den Schaden, indem sie sensible Daten weitergeben.
QUELLE: CORPORATE TRUST, 2014
Angaben in Prozent
Hackerangriffe auf EDV-Systeme und
Geräte
50
Abhören/Abfangen von elektroni-
scher Kommunikation
41
Social Engineering (Ausfragen von
Mitarbeitern)
38
33
Bewusste Datenweitergabe durch
eigene Mitarbeiter
22
Abfluss von Daten durch Dritte wie
Berater oder Dienstleister
15
Diebstahl von Dokumenten, Unterla-
gen, Bauteilen
17
Diebstahl von IT- oder Telekommuni-
kationsgeräten
STELLENMARKT.
Obwohl sich viele
Mitarbeiter die Möglichkeit einer
flexiblen Arbeitsgestaltung wün-
schen, finden sich im Stellenmarkt
kaum Hinweise auf Home-Office-
Angebote. Lediglich in rund 1,4
Prozent der Stellenanzeigen aus
den vergangenen zwölf Monaten
wurde aktiv auf das Arbeiten von
zu Hause aus hingewiesen, ergab
eine Analyse von Personal Total.
KOOPERATION.
Der Fachverlag
Springer Medizin und die Online-
Stellenbörse Monster haben eine
Kooperation geschlossen und ei-
ne neue Stellenbörse für den Ge-
sundheitsbereich auf den Markt
gebracht: Stellenanzeigen erschei-
nen online auf den Plattformen
von Monster und Springer Medi-
zin sowie in ausgewählten Fach-
zeitschriften des Verlags.
UMBENENNUNG.
Die Meta-Such-
maschine für Online-Stellenanzei-
gen IC Jobs hat sich umbenannt
in Jobbörse.com (mit alternativer
Schreibweise
Dadurch, dass der häufg genutzte
Suchbegriff „Jobbörse“ nun in der
URL auftaucht, kann die Suchma-
schine über Google schneller gefun-
den werden.
J
üngere Stellensuchende setzen ver-
stärkt auf die mobile Jobsuche, so ein
nicht sehr überraschendes Ergebnis
einer Studie von Absolventa Jobnet und
der LMU München. Überraschender ist,
dass diese Stellensuchenden sich auch
direkt mobil bewerben würden. Andere
Studien kamen bisher zu einer gegen-
sätzlichen Aussage in dieser Frage. Ein
weiteres Ergebnis der Studie: Das mobi-
le Angebot der Karriere-Webseiten hat
auch Einfluss auf das Arbeitgeberimage.
Denn sechs von zehn Kandidaten neh-
men Arbeitgeber negativ wahr, die ihre
Karriereseite im Internet nicht mobil op-
timiert haben.
Neues von den Stellenmärkten
Mobile Bewerbung
kommt wohl doch
Abhören von Besprechungen oder
Telefonaten
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einem Drittel aller Fälle an vierter Stelle der Ursachen (siehe
Grafik). Welche Rolle das Personalmanagement dabei spielt,
Datenverlusten durch die eigenen Mitarbeiter vorzubeugen,
lesen Sie in unserem Themenspezial „Sicherheitstechnik“ ab
Seite 50.