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laut der Studie der Vodafone Stiftung
die Schulempfehlung nur zu etwa 50
Prozent durch tatsächliche Leistungs-
unterschiede beeinflusst, zu circa 25
Prozent durch ungleiche Notenvergabe
bei gleicher Leistung aufgrund sozialer
Herkunft und – hier wird das Problem
besonders deutlich – zu circa 23 Pro-
zent durch unterschiedliche Schulemp-
fehlungen trotz gleicher Leistungen und
Noten. Im Resultat besuchen Facharbei-
terkinder laut der Untersuchung „Pisa
2009“ weniger als halb so oft die gym-
nasiale Oberstufe wie solche aus der so-
genannten oberen Dienstklasse; Kinder
aus der ungelernten Arbeiterschicht so-
gar weniger als ein Viertel so oft. Zum
Beispiel bekamen laut dem Projekt- und
Ergebnisbericht zur Vollerhebung der
Grundschüler der vierten Klasse im
Schuljahr 2006/07 in Wiesbaden Kinder
von Ärzten bei gleicher Kompetenz drei-
mal häufiger Gymnasialempfehlungen
als Kinder aus Arbeiterhaushalten.
Die Herkunft schlägt sich nieder
Auch durch den Wegfall einer verbindli-
chen Schulempfehlung durch die Lehrer
wird dies nicht besser – ganz im Gegen-
teil: Laut dem Forschungsbericht „Sozi-
ale Spaltung am Ende der Grundschule“
des Wissenschaftszentrums Berlin von
2013 setzen sich Eltern aus sozial hö-
heren Schichten über Lehrer und Noten
hinweg, während zum Beispiel Kinder
mit Migrationshintergrund bei ver-
gleichbaren Leistungen nicht häufiger
gegen eine Empfehlung auf eine höhere
Schulform wechseln. Auch aus diesem
Grund, vor allem aber aufgrund durch-
schnittlich schlechterer ökonomischer
und Sozialisationsbedingungen, haben
laut dem Artikel „Intergenerationale
Transmission von kulturellem Kapi-
tal unter Migrationsbedingungen“ aus
der „Zeitschrift für Pädagogik“ Schüler
mit Migrationshintergrund schlechtere
Chancen. Das zeigt sich unter anderem
daran, dass in jedem relevanten Lebens-
alter circa doppelt so viele deutsche
Kinder auf Gymnasien sind und zehn
bis 15 Prozent mehr auf Realschulen
gehen, wobei der genaue Prozentsatz
zudem vom spezifischen Herkunftsland
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