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unmöglich machen: Wie lässt sich
beispielsweise eine Mathe-Note von
einer integrierten Gesamtschule mit
leistungsdifferenziertem Kurssys­
tem mit der von einem Gymnasium
oder einer Realschule vergleichen?
Große Unterschiede im Urteil
Die mangelnde Vergleichbarkeit
drückt sich beispielsweise darin
aus, dass der Zusammenhang von
objektiven, standardisierten Schul-
leistungstests und Noten zwar inner-
halb einer Klasse hoch, über mehre-
re Klassen hinweg betrachtet aber
nur mittelstark ausgeprägt ist, wie
zum Beispiel dem 2003 von Jürgen
Baumert und Kollegen herausgege-
benen Bericht über „Pisa 2000“ zu
entnehmen ist. Des Weiteren beste-
hen erhebliche Leistungsunterschie-
de zwischen den Bundesländern: Für
Mathematik zum Beispiel entspricht
der Unterschied der Durchschnitts-
leistung in der neunten Klasse von
bestem zu schlechtestem Land zwei
Jahren Schulbildung. Zudem beste-
hen laut dem Ländervergleich des
Instituts zur Qualitätsentwicklung
im Bildungswesen (IQB) von 2012
große Spannweiten der Leistungen
der schwächsten und besten Schüler
und Schulen. Das IQB wertet dies
als Anzeichen für Bildungsunge-
rechtigkeit, die sich zusätzlich noch
im Ausmaß zwischen den Ländern
unterscheidet. Das macht vor allem
aber eines klar: identische Leistun-
gen und Fähigkeiten werden je nach
Referenzmaßstab der Schule und
des Bundeslands mit zum Teil gänz-
lich anderen Zensuren bewertet.
Wissenschaftliche Überblicksar-
beiten kommen daher auch traditio-
nell zu dem Schluss, dass Schulnoten
die zentralen Qualitätsmaßstäbe der
Individualdiagnostik – Objektivität,
Reliabilität und Validität – nicht er-
füllen, wie Katrin Lintorf 2012 in
einem Buchkapitel über messtheore-
tische Güte von Schulnoten zusam-
menfasst. Eine Vielzahl an Gründen
hierfür ist im oben genannten Über-
blick von Lorenz nachzulesen. Ne-
ben den daraus bereits einleitend
genannten Erwartungs- und Beur-
teilungsfehlern, die direkt bei der
Leistungsbewertung auftreten, ent-
Zu beziehen bei Ihrer
Testzentrale
:
Herbert-Quandt-Str.
4
· D-
37081
Göttingen
Tel.:
0049
-(
0
)
551 99950
-
999
· Fax: -
998
E-Mail:
Länggass-Strasse
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3000
Bern
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Tel.:
0041
-(
0
)
31 30045
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90
E-Mail:
Deutschsprachige Adaptation der Reynolds
Intellectual Assessment Scales (RIAS)
TM
& des
Reynolds Intellectual Screening Test (RIST)
TM
von Cecil R. Reynolds und Randy W. Kamphaus
von Priska Hagmann-von Arx & Alexander Grob
Die RIAS sind ein zeitökonomisches, leicht
zu handhabendes Testverfahren zur Intelli-
genzeinschätzung über praktisch die gesamte
Lebensspanne (
3
bis
99
Jahre). Sie umfassen
einen
Verbalen Intelligenz Index (VIX)
und einen
Nonverbalen Intelligenz Index (NIX)
, die sich
jeweils aus zwei Untertests zusammensetzen.
Die
T
-Werte der vier Untertests lassen sich
aufsummiert in den
Gesamtintelligenz Index
(GIX)
umwandeln, der eine Schätzung der
globalen Intelligenz darstellt. Ein
Gesamtge-
dächtnis Index (GGX)
wird über zwei zusätzliche
Gedächtnisuntertests gebildet. Die Intelligenz-
indizes entsprechen gängigen IQ-Werten.
Der integrierte RIST ermöglicht als Screening-
Version eine noch ökonomischere, reliable und
valide Intelligenzeinschätzung.
RIAS Test komplett,
bestehend aus:
Manual,
20
Protokollbogen RIAS,
20
Protokollbogen RIST, Stimulusbücher
1
,
2
,
und
3
, Sichtschutz und Koffer
Bestellnummer
03 172 01,
650.00
/CHF
873.00
RIAS
Reynolds Intellectual
Assessment Scales
and Screening
Gute Noten? Bei einer objektiven Auswahl von Azubis hilft das nur wenig weiter.