Seite 77 - personalmagazin_2014_05

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Bei Fragen wenden Sie sich bit te an
Prognosen des künftigen Arbeitsvolu­
mens, zum Beispiel Kunden, Umsatz,
Kassentransaktionen, Kassenbons, Auf­
tragsvolumen, Projekte oder auch Calls,
entsteht ein Forecast, der die Basis für
die Personaleinsatzplanung bildet.
Die relevanten Informationen fließen
aus Vorsystemen in die Bedarfsermitt­
lung. Das Ziel ist eine genaue Beschrei­
bung des Bedarfs innerhalb eines
möglichst kurzen Zeitraums. Dieser
Forecast bildet dann die ideale Basis für
eine äußerst genaue bedarfsoptimierte
Planung. Durch den konsequenten Ab­
gleich des prognostizierten Arbeitsvolu­
mens mit den tatsächlich angefallenen
Ist-Stunden lässt sich die Qualität des
Forecasts und damit auch der Personal­
einsatzplanung stetig steigern.
Die Mitarbeiterinteressen wahren
Um den gestiegenen Anforderungen
der Mitarbeiter gerecht zu werden und
diese zu motivieren, sollten Unterneh­
men versuchen, ihren Mitarbeitern die
in ihren Lebenssituationen wünschens­
werte Flexibilität zu gewähren – durch
Arbeitszeit- und Arbeitsortflexibilisie­
rung. Natürlich darf diese neue Flexi-
bilität nicht zu Chaos führen. Alle Un­
ternehmensbereiche müssen weiterhin
reibungslos funktionieren. Diese An­
forderungen stellen Personalplaner vor
große Herausforderungen, die manuell
nicht mehr zu bewältigen sind.
Teilzeitkontingente, Lebensarbeits­
zeitmodelle oder auch lebensphasenori­
entierte Arbeitszeiten können in einer
Workforce-Management-Software para­
metriert werden und finden somit bei
der Planung automatisch Berücksichti­
gung. Auch Arbeitszeiteinschränkungen
für bestimmte Zeiten oder Arbeitsplätze
können über ein Planungsbuch hinter­
legt werden und fließen so in die Pla­
nung ein.
Darüber hinaus ist in vielen Unterneh­
men ein zunehmender Trend zur Mehr­
generationenbelegschaft festzustellen.
Diese Entwicklung erfordert ein besse­
res Verständnis für die Qualifikationen
und Stärken der jeweiligen Altersgrup­
pen als Grundlage für eine erfolgreiche
Personalplanung. Durch das Planen des
Personals in Planungsgruppen kann für
altersgemischte Teams gesorgt werden,
um einen Know-how-Transfer von den
erfahrenen an jüngere Mitarbeiter zu
gewährleisten. Denn auch die Qualifizie­
rung von Mitarbeitern spielt im Umfeld
des demografischen Wandels eine immer
bedeutendere Rolle.
Steigende Bedeutung von Mobilität
Ein weiteres Trendthema: 2013 waren
laut Schätzungen 35 Prozent aller Be­
schäftigten weltweit mobil im Einsatz.
Je flexibler die Arbeitszeiten und je
mobiler die Mitarbeiter werden, desto
wichtiger wird es, Prozesse orts- und
zeitunabhängig zu controllen – dies
gilt natürlich auch für das Workforce
Management. Ein mobiles Workforce
Management ermöglicht den Mitarbei­
tern, Zeit- und Projektzeitbuchungen,
Kostenstellenzuordnungen sowie die
Beantragung von Urlaub direkt über
Smartphone oder Tab­let vorzunehmen.
Auch Auswertungen über aktuelle Sal­
denstände, Einsatzpläne, Wünsche oder
Fehlzeitenanträge für die kommende
Dienstplanperiode können jederzeit
über das mobile Gerät abgerufen oder
eingegeben werden. Darüber hinaus
können auf einem Tablet-PC komplette
Dienstpläne erstellt und abgebildet wer­
den. Dem einzelnen Mitarbeiter kann
bei Nutzung von Web-Apps die Dienst­
planeinteilung zur Verfügung gestellt
werden, sodass diesem direkt ersicht­
lich wird, wann und wo er an welchen
Tagen eingeplant ist. Auch diese Zunah­
me an Transparenz erhöht die Mitarbei­
termotivation.
Altersgemischte Teams tragen zu einem Know-how-Transfer im Unternehmen bei.
Anzeigensonderveröffentlichung
Gunda Cassens-Röhrig
ist Mitglied der Geschäfts-
führung und Bereichsleiterin
Workforce & Security bei der
GFOS mbH mit Sitz in Essen.