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für den Arbeitskreis Gesundheit. Der
Nachhaltigkeit wegen sollte ein BGM al-
lerdings über kurz oder lang auf den Be-
trieb und seine Akteure übergehen.
Klare Strukturen und ein roter Faden
Das Management der Betrieblichen Ge-
sundheitsförderung ist vor allem von der
Firmengröße abhängig. In kleineren Un-
ternehmen wird man kaum von einem
Management sprechen, hier verläuft
die Gesundheitsförderung in der Regel
durch individuelle, personenbezogene
Maßnahmen. Größere Betriebe haben
bereits Strukturen und Zuständigkeiten
und können das Gesundheitsthema in
die Organisation integrieren, beispiels-
weise in den Arbeitsschutzausschuss.
Für ein nachhaltiges BGM sollte aller-
dings ein spezieller Arbeitskreis Ge-
sundheit gebildet werden. Viele Themen
können dennoch in bereits vorhandene
Strukturen integriert werden, beispiels-
weise alle Weiterbildungsmaßnahmen
für Führungskräfte zum BGM in die Or-
ganisationsentwicklung. Die Akzeptanz
ist bei Führungskräften meist höher,
wenn eine vorhandene Struktur genutzt
wird, statt „schon wieder ein Projekt“
aus der Taufe zu heben. Gesundheits-
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Fax 08 00 / 7 77 77 70 (gebührenfrei)
Schneller, flexibler,
lösungsorientierter
Traditionelle Managementmethoden stoßen bei umfang-
reichen, komplexen Vorhaben schnell an ihre Grenzen. Der
Planungsaufwand schnellt in die Höhe, die Handlungs- und
Entscheidungsspielräume der Mitarbeiter werden kleiner,
die Beweglichkeit des Gesamtsystems nimmt massiv ab.
Scrum reduziert die Schwerfälligkeit, indem es akzeptiert,
dass viele Entwicklungen nicht vorhersehbar sind. In der
Praxis heißt das: selbstorganisierte Teams, konsequente
Lösungsorientierung, klare Verantwortlichkeiten, flexible
Plananpassung und sehr flache Hierarchien. Die Autoren
beleuchten die grundlegenden Prinzipien agilen Arbeitens
und zeigen wie Scrum eingeführt und verankert werden kann.
Gloger/Margetich
Das Scrum-Prinzip
Agile Organisationen aufbauen und gestalten
2014. 315 S., 19 s/w Abb., 6 Tab. Geb. € 39,95
ISBN 978-3-7910-3289-4 |
978-3-7992-6725-0
Neu
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Scrum integrieren: Projekte, Teams und Unternehmen
zu mehr Agilität führen
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Checklisten für die tägliche Arbeit und Beispiele aus
Wirtschaft, Sport und Kultur
Das BMAS hat Empfehlungen für eine „Neue Kultur
der Gesundheit im Unternehmen“ herausgegeben.
Das sind die Ziele und Umsetzungsvorschläge:
Betriebliche Gesundheitsförderung als Bestandteil der
Unternehmenskultur: Bei der Planung der Gesund-
heitsförderung sollten alle Ebenen einbezogen, feste
Strukturen und klare Zuständigkeiten geschaffen und
die erforderlichen Ressourcen bereitgestellt werden.
Gesundheitsförderliche Arbeitsbedingungen: Physi-
sche und psychische Beanspruchungen sollten kontinu-
ierlich analysiert werden, arbeitsbedingte Belastungen
reduziert und die Ressourcen erhöht werden.
Stärkung der Eigenverantwortung: Maßnahmen zur
Verbesserung von Arbeitsbedingungen werden mit
passenden Angeboten für ein gesundheitsförderliches
Verhalten verbunden.
Kultur der Gesundheit
Strategie