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Bei Fragen wenden Sie sich bit te an
I-Phone
aus gezeigt werden. Auch eine
Präsentation ohne Internetanschluss ist
möglich, wenn die Datei nach der Freiga-
be auf das Gerät heruntergeladen wurde.
Auf Wunsch können andere Nutzer
in Echtzeit an einer Präsentation mit-
arbeiten, indem sie vom Initiator der
Präsentation zur Kollaboration einge-
laden werden. So können unterschied-
liche Ideen leichter gesammelt und in
einer Datei zusammengestellt werden
– auch über Länder und Zeitzonen hin-
weg. Die Zusammenarbeit verkürzt die
investierte Zeit und die Präsentation
wird bereits in einem frühen Stadium
auf unterschiedlichen Funktionsebenen
abgestimmt. Der Entstehungsprozess
bleibt für alle Beteiligten transparent.
Auch eine virale Verbreitung der ferti-
gen Präsentation kann angestoßen wer-
den, wenn die Präsentation im Internet
öffentlich freigegeben wird.
Nutzung im HR-Bereich
In jedem HR-Bereich gibt es typische
Pflichtpräsentationen. Diese zeichnen
sich dadurch aus, dass sie regelmäßig
und meist im selben Kreis gehalten
werden. Das können regelmäßige Mit-
teilungen organisatorischer Art sein,
monatliche Verkündungen über Perso-
nalveränderungen und Kostenentwick-
lungen oder regelmäßige Statusmittei-
lungen zu Personalentwicklung und
Talent Management im Unternehmen.
Aufgrund des festen Konzepts entsteht
schnell eine stereotype Darstellung, bei
der viele Zuhörer gedanklich abdriften.
Dass sich diese Starre durch eine dy-
namischere Präsentation aufbrechen
lässt, belegt das Beispiel aus dem Vor-
standsbereich eines im Bankenwesen
tätigen Unternehmens: Hier wurde
turnusmäßig aktuelles Zahlenmaterial,
die Positionierung im deutschen Markt
und der Ausblick auf die folgenden Ge-
schäftsjahre vorgestellt. Der Präsentator
wagte den Wechsel auf die Präsentati-
onssoftware Prezi und stieß damit im
Vorstandskreis auf breite Zustimmung.
Einsatz im Recruiting
Speziell das Recruiting bietet gute An-
satzpunkte für den Einsatz von Prezi.
Denn hier geht es in erster Linie darum,
sich bei der Ansprache potenzieller Mit-
arbeiter von der Masse an Arbeitgebern
abzuheben und Interessenten einen gu-
ten, ansprechenden und auch unterhalt-
samen Eindruck vom Unternehmen zu
vermitteln. Ein Beispiel dafür, wie das
gelingen kann, kommt vom Energieun-
ternehmen Thüga: Anfang 2013 suchte
Thüga einen Volontär für die Unterneh-
menskommunikation. Die Stellenanzei-
ge dafür gestaltete das Unternehmen
mit Prezi, denn das Format passte gut
zu dem Volontariat, bei dem es unter
anderem um Neue Medien ging. Über
die Vorgehensweise und die virale Ver-
breitung dieser Recruitingidee berichte-
te das Personalmagazin in der Ausgabe
06/2013.
Einsatz in der Weiterbildung
Auch im Weiterbildungsbereich lässt
sich Prezi verwenden, da die zu vermit-
telnden Themen sich damit spannend
und übersichtlich umsetzen lassen. Das
dynamische Erscheinungsbild macht es
möglich, Inhalte strukturierter darzu-
stellen und besser zu transportieren.
Einige Unternehmen lassen ihre Wei-
terbildungsinhalte deshalb bereits neu
strukturieren und mit der Präsentati-
onssoftware umsetzen. So setzt zum Bei-
spiel ein Dienstleistungsunternehmen
Prezi für die Schulungen des Personals
ein. Ein IT-Unternehmen plant, die Ein-
führung neuer Mitarbeiter über Prezi
durchzuführen. Mit der Präsentations-
software lassen sich Abläufe verständ-
lich darstellen – sowohl in zeitlicher als
auch in organisatorischer Abfolge.
Die Form folgt dem Inhalt
Auch andere Einsatzbereiche aus dem
HR-Umfeld, beispielsweise die Vorstel-
lung der Jahresereignisse auf einem
Betriebsfest oder von Szenen aus dem
Unternehmensalltag auf einer Jubilä-
umsveranstaltung, bieten sich an. Im
Gegensatz zu den bereits erwähnten
Pflichtpräsentationen handelt es sich
um Präsentationen, die nicht regelmä-
ßig und in keinem streng vorgegebenen
Rahmen gehalten werden. Hier können
die Vortragenden die ganze Bandbreite
an dynamischen Effekten, Video- und
Audioelementen nutzen.
Allerdings sollten die Nutzer es grund-
sätzlich mit den Zoom- und Schwenk-
effekten nicht übertreiben. Hier lautet
die Devise, dass die Form dem Inhalt
folgen sollte („form follows function“).
Das heißt, dass Pflichtpräsentationen
eher konservativ mit wenigen, nur
der Verständlichkeit dienenden Effek-
ten auskommen sollten. Bei allen an-
deren Präsentationen empfiehlt sich
eine Dosierung der Effekte je nach an-
gesprochener Zielgruppe und den zu
vermittelnden Themen.
DANYEL ELFERINK
ist Gründer und Inhaber
von Assistenzwerk. Das Unternehmen bietet
Dienstleistungen rund um Prezi an.