Seite 67 - personalmagazin_2014_10

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leiter verteilt, vielmehr stimmen die
Mitarbeiter sich kooperativ beispiels-
weise mittels einer Smartphone-App
oder eines Kiosk-Terminals ab. Dabei
gilt es, die Produktionsziele auftragsge-
recht zu erreichen und mit den eigenen
Bedürfnissen nach Freizeit und Arbeits-
zeit in Einklang zu bringen.
Erprobt wird die neue Lösung bei
einem Automobilzulieferer aus Baden-
Württemberg. Gearbeitet wird im klas-
sischen Drei-Schicht-Betrieb. Je nach
Nachfrage fallen aber Zusatzschichten
an. Früher trugen sich die Mitarbeiter in
Listen ein, heute nutzen die Mitarbeiter
zweier Pilotbereiche ihr eigenes Smart-
phone für die Schichtplanung. Zu die-
sem Zweck wurde extra eine gesonderte
Betriebsvereinbarung abgeschlossen.
Bei Bedarf senden nun die Schichtplaner
eine Anfrage an die Mitarbeiter, für wel-
che Schicht sie Personal suchen, wie viel
Personal und welche Qualifikationen be-
nötigt werden.
Die Plattform, die dafür genutzt wird,
ist cloudbasiert und ähnelt in ihrer Bedi-
enbarkeit dem Internetdienst Doodle. Die
Mitarbeiter erhalten die Anfrage auf ih-
rem Smartphone und können sich dann
entscheiden, ob sie die Schicht belegen
möchten. Das Unternehmen möchte mit-
hilfe digitaler Endgeräte Beweglichkeit
in die Schichtplanung bringen und kurz-
fristige Schwankungen bewältigen. Die-
ses neue Modell soll aber nicht nur dem
Unternehmen nützen, auch die Mitarbei-
ter sollen davon profitieren. So kann mit
dem internetbasierten Schichtplan zum
Beispiel sehr schnell Ersatz gefunden
werden, wenn ein Mitarbeiter einmal
früher gehen muss.
Per Smartphone oder Terminal
Der Automobilzulieferer testet das Sys-
tem an zwei Linien. In der einen Linie
sind mehrheitlich ältere Mitarbeiter tä-
tig, die nicht alle ein Smartphone haben
oder es nicht benutzen möchten. Diese
Mitarbeiter nutzen für die Personalein-
satzplanung ein Terminal von Kaba, auf
dem die Kapaflex-Cy-App aufgerufen
werden kann. Mit dem Werksausweis
identifiziert sich der Mitarbeiter an der
App. Die andere Gruppe besteht haupt-
sächlich aus jüngeren Mitarbeitern, die
alle ein Smartphone besitzen.
Der Versuch läuft seit drei Monaten
und hat erste Erkenntnisse geliefert. Von
den Smartphone-Anwendern erhält der
Planer oft eine schnelle Rückmeldung,
was eine frühzeitige oder kurzfristige
Einplanung und eine frühe Übersicht
über die Schichtbelegung ermöglicht.
Auch auf Seiten der Mitarbeiter wächst
die Akzeptanz der digitalen Schichtpla-
nung. Die Entscheidungsfindung sei
angenehmer, wenn man mobil zu- und
absagen könne, meinen einige der Be-
teiligten. So könnten sie sich besser
persönlich organisieren. Die flexible,
aktive und selbstbestimmte Personal-
planung motiviert die Mitarbeiter. Sie
versuchen, Arbeit, Familie und Freizeit
möglichst gut in Einklang zu bringen.
Wenn es nicht passt, sagen sie ab, was
über das Smartphone leichter ist als in
der persönlichen Kommunikation mit
dem Schichtplaner. Auch das ist eine Er-
kenntnis aus dem Pilotversuch.
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PETRA EISENBEIS-TRINKLE
verantwortet
die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei der
Kaba GmbH.