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Bei Fragen wenden Sie sich bit te an
und wollen ohne Umwege erfahren, wo-
rum es geht. Das Konzept sollte daher
in Sprache und Struktur beherzt auf den
Punkt gebracht werden. Idealerweise
werden die Kernbotschaften besonders
hervorgehoben. Außerdem helfen einfa-
che und verständliche Formulierungen
und ein transparenter roter Faden beim
Verständnis.
Realistisch geplant
In der Konzeptarbeit sind zwei Arbeits-
prozesse zu planen: die Konzepter-
stellung selbst und die Lösungen und
Aktivitäten, die in dem Konzept vor-
geschlagen werden. Zunächst sollte der
Arbeitsprozess der Konzepterstellung
geplant werden. Diese braucht Zeit und
muss oft neben dem normalen Arbeits-
pensum bewältigt werden. Wenn in
dem Konzept Lösungen und Aktivitäten
vorgeschlagen werden, sollten diese in
einen realistischen und anschaulichen
Zeitplan dargestellt werden. Erst dann
kann der Leser nachvollziehen, wie und
mit welchem Aufwand die Lösungsvor-
schläge umgesetzt werden können.
Auslöser für Aktivitäten
Gelungene Konzepte bieten intelligen-
te, wirtschaftliche und pragmatische
Ideen für Probleme und Ziele. Sie zeigen
Lösungen auf, beschreiben eine klare
Strategie und kommen je nach Detail-
lierungsgrad auch zu konkreten Emp-
fehlungen für Aktivitäten, wie das Ziel
erreicht werden kann. Gelungene Kon-
zepte zeigen klar, was zu tun ist, und
fordern zu konkreten Aktivitäten auf.
Konzepte, die Aussicht auf erfolgrei-
che Umsetzung haben, bieten dem Leser
somit Antworten auf seine wichtigsten
Fragen: Wozu soll ich das jetzt lesen?
Was soll ich dann tun? Dieser Brücken-
schlag liefert den entscheidenden Im-
puls, um das Konzept in die Umsetzung
zu bringen.
Katja Ischebeck
ist Beraterin, Trainerin,
Buchautorin und Coach.
von Anfang an ein gemeinsames Ziel-
verständnis haben. Außerdem muss für
Abstimmungstermine gesorgt werden,
um die Zielerreichung zu überprüfen
und um auch bei Änderungen der Ziele,
der Rahmenbedingungen und sonstigen
Unwägbarkeiten weiterhin zielorientiert
vorgehen zu können.
Empfängerorientierte Konzepte
Der zweithäufigste Grund für das Schei-
tern – mangelnde Kommunikation –
führt zur Notwendigkeit, regelmäßig mit
den Auftraggebern, Stakeholdern und
Umsetzenden zu kommunizieren. Wich-
tig ist außerdem dafür zu sorgen, dass die
Ideen nachvollzogen und verstanden wer-
den können. Ein weit verbreitetes Prob-
lem liegt darin, dass die meisten Konzep-
te aus der Sicht und Erfahrungswelt des
Autors geschrieben sind und hartnäckig
in dieser Welt bleiben. Kommt der Emp-
fänger nun aus anderen Fachbereichen
und es findet keine Übersetzungsarbeit
statt, dann sind die Konzepte für den
Empfänger schwer nachvollziehbar. Gute
Konzepte hingegen sind von Experten ge-
schrieben und beinhalten Expertise ihres
Fachgebiets, liefern aber eine empfänger-
orientierte Aufbereitung.
Beherzt auf den Punkt gebracht
Häufig sind Konzepte zu umfangreich
gehalten, umständlich formuliert und
nicht schlüssig aufgebaut. Doch die
meisten Rezipienten haben wenig Zeit
Soll das nächste Konzept
nicht auch im Papierkorb
landen, muss es realistisch
geplant werden.