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Bei Fragen wenden Sie sich bit te an
betrachten, untersuchte die Hochschule
Rhein-Main imAuftrag von Jobware. Die
Mobile-Recruiting-Studie hatte bereits
in einer ersten Runde 2012 festgestellt,
dass Bewerber sich Stellenanzeigen
wünschen, die auf mobilen Endgeräten
gut lesbar sind. In einer zweiten Runde
2013 wurden 13 mehr oder weniger mo-
gen“. Immerhin die Hälfte der Jobportale
bietet ihren Kunden laut Untersuchung
die Möglichkeit, Anzeigen responsiv ge-
stalten zu lassen, damit diese sich an die
jeweilige Bildschirmgröße anpassen.
Fehlende mobile Standards
Genau hier liegt derzeit das grundlegen-
de Problem: Noch gibt es keinerlei Stan-
dards, wie eine Stellenanzeige gestaltet
sein sollte, damit sie in den unterschied-
lichen Desktop- und Mobil-Browsern gut
erkennbar ist. Jede Jobbörse arbeitet mit
anderen Präsentationsformen. Während
in einem Jobportal Stellenanzeigen, die
von Smartphones aufgerufen werden,
generell in strukturierter Form (Informa-
tionen zu den Aufgaben, Anforderungen
und Bewerbungsmodalitäten werden
in Stichpunkten aufgezählt) dargestellt
werden, wird in der anderen nur in de-
ren App eine strukturierte Darstellung
und im mobilen Browser ein gestaltetes
Inserat eingesetzt. Einige Jobbörsen-Ver-
treter sagen, dass sich Anzeigen respon-
siv an das jeweilige Endgerät anpassen
sollten. Aber wieder andere Marktteil-
nehmer raten dazu, dass Stellenanzei-
gen darüber hinaus mobil optimiert sein
sollten. Doch selbst beim Verständnis
dieser Begriffe gibt es unterschiedliche
Auffassungen. Im nebenstehenden Kas-
ten finden Sie darum einige Begriffsde-
finitionen, die eine Zusammenführung
der Auffassungen darstellen. Sie dienen
– zumindest für diesen Beitrag – als ein-
heitliche Basis.
Was Bewerber suchen
Warum ist das überhaupt ein Thema für
Personaler in Unternehmen? „Die Perso-
naler sollten sich in die Kandidaten hi-
neinversetzen. Da diese Stellenanzeigen
immer häufiger auf mobilen Endgeräten
ansehen, müssen die Anzeigen nicht
nur auf dem Desktop gut aussehen,
sondern auf jedem Endgerät“, sagt Ralf
Kuncser von der Königsteiner Agentur.
„Grundsätzlich negativ ist es, wenn eine
Stellenanzeige auf einem mobilen End-
gerät verkürzt dargestellt wird – also
nicht alle Inhalte der klassischen An-
sicht bietet. Dann ist der Nutzer, der die
Anzeige über ein mobiles Endgerät be-
trachtet, nicht mit allen Informationen
ausgestattet“, ergänzt er.
Welche Elemente Bewerber auf den
ersten Blick sehen wollen, wenn sie ei-
ne Stellenanzeige auf dem Smartphone
Größe und Auflösung der Bildschirme und Displays variieren stark. Damit Webinhalte
auf Smartphones gut lesbar sind, können diese mobil optimiert, responsiv oder –
speziell bei Jobanzeigen – strukturiert dargestellt werden.
Mobile Website: Eine Webseite, die speziell für die Nutzung auf mobilen Endgeräten op-
timiert ist und die meist eine reduzierte Version der klassischen Webseite darstellt. Weil
bei mobilen Endgeräten normalerweise ein geringeres Datenvolumen übertragbar ist,
gewinnen Anforderungen wie kurze Ladezeiten und einfache Navigation an Bedeutung.
Responsive Webdesign: Websites reagieren auf die Eigenschaften des jeweils benutzten
Endgeräts. Der grafische Aufbau einer responsiven Website erfolgt anhand der Anforde-
rungen des jeweiligen Geräts, mit dem die Seite betrachtet wird. Dies betrifft insbeson-
dere die Anordnung und Darstellung einzelner Elemente wie Navigation, Seitenspalten
und Texte, aber auch die Nutzung von Eingabemethoden wie Maus oder Touchscreen.
Responsive Stellenanzeigen: Hierbei handelt es sich um individuell gestaltete Anzei-
gen, die sich durch das Verschieben einzelner Elemente optimal an die jeweilige Bild-
schirmgröße anpassen. Alle Inhalte und Elemente skalieren und ordnen sich ab einer
bestimmten Bildschirmgröße untereinander. Auch das Weglassen einzelner Elemente
ist möglich oder sogar anzuraten: So sollten Hintergrundbilder auf kleinen Bildschirmen
wegfallen. Das Problem ist, dass responsive Anzeigen nicht von allen Jobportalen und in
allen mobilen Browsern optimal dargestellt werden.
Mobil optimierte Stellenanzeige: Hier greift ein Mechanismus, der die Stellenanzeige
bis zu einer bestimmten Bildschirmgröße skaliert wie eine normale responsive Anzeige.
Für die kleinere Smartphone-Ansicht werden dann die wichtigsten Elemente – zum Bei-
spiel, Logo, Position und Standort – angezeigt. Die weiteren Inhalte werden in Aufklapp-
Felder gestellt und können dann einzeln geöffnet werden. Derzeit erfordert dieses
Format noch zwei Anzeigenausgaben, die in einer Datei angelegt werden müssen. Es
wird nicht von allen Jobportalen unterstützt.
Strukturierte Stellenanzeige: Für eine strukturierte Anzeige werden Informationen zu
Anstellungsart, Aufgaben, Anforderungen et cetera automatisiert aus dem HTML-Temp-
late extrahiert und in Stichpunkten dargestellt. Oder die Daten werden manuell in eine
strukturierte Form gebracht. Auf dem Smartphone werden normalerweise Stellentitel,
Unternehmen und Einsatzort in den Vordergrund gestellt und dann unter fest vorgege-
benen Punkten wie „Jobbeschreibung“, „Anforderungen“ und „Bewerbung/Kontakt“ die
jeweiligen Inhalte aufgezählt.
Verschiedene Formate
GLOSSAR
QUELLEN: WIKIPEDIA, KÖNIGSTEINER AGENTUR, MEDIAINTOWN, EIGENE RECHERCHE