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TITEL
_EMPLOYER BRANDING
personalmagazin 12 / 14
Bei Fragen wenden Sie sich bit te an
von Phoenix Contact im Jahr 2012 gene-
riert wurde. In jenem Jahr konnten wir
95 Prozent des Personalbedarfs erfüllen,
während Unternehmen unserer Branche
im Durchschnitt nur 74 Prozent besetzen
konnten, wie Daten des Verbands Ge-
samtmetall zeigen. Für Phoe­nix Contact
ergibt sich daraus laut Rechnung 1, dass
das Unternehmen in jenem Jahr 48 Stel-
len mehr besetzen konnte als der Durch-
schnitt im Bereich Metall und Elektro.
Wie hoch die Kosten sind, die eine
Vakanz aufgrund der entgangenen
Wertschöpfung verursacht, zeigt die Ab-
bildung „Vakanz-Kosten“, die auf Zahlen
des Instituts der deutschen Wirtschaft
(IW) Köln beruht. Da es sich bei den Ein-
stellungen um Akademiker (Jahreswert-
schöpfung: 93.500 Euro) und Fachkräfte
mit Ausbildung (Jahreswertschöpfung:
62.500 Euro) handelt, bilden wir für un-
sere Kalkulation einen Mittelwert aus
beiden Jahreswertschöpfungen. Dieser
Mittelwert beträgt 78.000 Euro. Als ent-
gangene Bruttowertschöpfung nehmen
wir ein halbes Jahr an, da ein neu einge-
stellter Mitarbeiter erst nach dieser Zeit
Wertschöpfung generieren kann.
Daraus ergibt sich folgende Rechnung:
48 Mitarbeiter x 39.000 € = 1.872.000 €.
Phoenix Contact konnte somit durch
seine bessere Besetzungsquote im Jahr
2012 eine zusätzliche Wertschöpfung in
Höhe von 1.872.000 Euro erreichen.
Erhöhte Wertschöpfung durch bessere
Unternehmenskultur
Ein weiteres messbares Ziel für die HR-
Wertschöpfung ist die Fluktuationsrate.
Bei Phoenix Contact liegt die Fluktu-
ationsrate lediglich bei 0,8 Prozent,
deutschlandweit beträgt sie hingegen
laut IW-Zahlen aus dem Jahr 2012 im
Durchschnitt 8,7 Prozent. Folgende vier
Faktoren werden für die Kosten der
Nachbesetzung eines Ingenieurs bezie-
hungsweise einer erfahrenen Fachkraft
in Betracht gezogen: die Austrittskosten
inklusive Effizienzverlust, die Kosten
durch die vakante Stelle (drei Monate),
die Beschaffungskosten und Einarbei-
tungskosten inklusive Effizienzverlust.
Nun wird die Differenz der durch die
Fluktuation verursachten verlorenen
Wertschöpfung der deutschen Industrie
(Rechnung 3) und von Phoe­nix Contact
(Rechnung 2) gebildet: 19.227.000 Eu-
ro – 1.755.000 Euro = 17.472.000
Eu-
ro. Durch die geringere Fluktuation
hat Phoenix Contact also 17.472.000
Euro an Wertschöpfung gewonnen.
Der dritte messbare Faktor für eine
bessere Wertschöpfung ist der Kranken-
stand. Bei Phoenix Contact gibt es einen
Krankenstand von 3,8 Prozent – deutsch-
Anzahl der
Mitarbeiter im
eigenen Unter-
nehmen
x Fluktuations-
rate Phoenix
Contact
= Anzahl der
Fluktuations-
mitarbeiter
x 39.000 € = verlorene
Wertschöp-
fung
5.671
x
0,8 % =
45
x 39.000 € = 1.755.000 €
RECHNUNG 2
QUELLE DER RECHENBEISPIELE: PHOENIX CONTACT
Verlorene Wertschöpfung bei Phoenix Contact
Zur Berechnung der ausgefallenen Wertschöpfung durch Fluktuation wird die folgende
Formel verwendet. Dabei werden wieder 39.000 Euro für ausgefallene Wertschöpfung
(für den Zeitraum eines halben Jahres) verwendet, denen die Zahlen des Instituts der
deutschen Wirtschaft (IW) Köln aus dem Jahr 2012 zugrunde liegen.
Anzahl der
Mitarbeiter im
eigenen Unter-
nehmen
x Fluktuations-
rate der deut-
schen Industrie
= Anzahl der
Fluktuations-
mitarbeiter
x 39.000 € = verlorene
Wertschöp-
fung
5.671
x
8,7 % =
493
x 39.000 € = 19.227.000 €
RECHNUNG 3
Verlorene Wertschöpfung in der deutschen Industrie
Diese Kalkualtion zeigt die Wertschöpfung, die die deutsche Industrie im Jahr 2012
durch Fluktuation verloren hat. Die durchschnittliche Fluktuationsrate von 8,7 Prozent
hat ebenfalls das IW Köln ermittelt. Die Differenz zwischen dem Ergebnis aus Rechnung
3 und dem aus Rechnung 2 ergibt die gewonnene Wertschöpfung von Phoenix Contact.
RECHNER
In unserer App können Sie selbst
kalkulieren, wie viel Wertschöpfung Ihr
Unternehmen durch Fluktuation verliert.
höhere Wertschöpfung bei Phoenix Contact durch bessere Besetzungsquote
1.872.000 €
gewonnene Wertschöpfung durch geringere Fluktuation
+
17.472.000 €
weniger Entgeltfortzahlungskosten
+ 1.520.000 €
Summe der höheren Wertschöpfung durch eine bessere Unternehmenskultur
(entspricht: sieben Prozent geringere Personalkosten)
= 20.864.000 €
RECHNUNG 4
Die Rechnung zeigt die Summe der zusätzlichen Wertschöpfung bei Phoenix Contact.