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gerade bei Vorstellungsgesprächen für
den Interviewten eine unangenehme At-
mosphäre erzeugen.
Regel 4: Störende Geräusche
während des Gesprächs vermeiden
Anders als bei einem persönlichen Tref-
fen, fallen bei der Videokonferenz üb-
liche Smalltalk-Themen wie die Frage
über die Anreise weg. Für den Einstieg
ins Gespräch bietet es sich an, sich kurz
vorzustellen und dann den geplanten
Gesprächsablauf zu erläutern. Ebenfalls
wichtig: den Zeitrahmen definieren. So
hat der Bewerber eine klare Struktur
und weiß, auf was er sich einstellen
muss – in der Regel ist es auch für ihn
ein ungewohnter Weg, sich vorzustellen.
Eine kurze Zusammenfassung am Ende
sowie die Erläuterung über den weiteren
Prozess samt zeitlichem Ablauf sorgen
für Klarheit. Auch lässt sich auf diesem
Weg so manche zeitaufwendige Antwort
auf spätere Rückfragen vermeiden.
Der E-Mail-Check zwischendurch
und kurze Rücksprachen mit anderen
Kollegen sollten ein Tabu sein. Auch
das Rascheln mit Papier oder das ner-
vöse Spielen mit einem Stift kann vom
Gegenüber als störend und unhöflich
empfunden werden. Oft unterschätzen
Videokonferenz-Teilnehmer auch die Ge-
räusche, die von Kaffeetassen oder Was-
sergläsern kommen. Daher auf lautloses
Abstellen achten. Zu einer entspannten
Atmosphäre gehört auch, Geräuschquel-
len wie klingelnde Telefone, vibrierende
Handys und klickende Tastaturen zu mi-
nimieren.
Regel 5: Auf klare Kommunikation
achten
Wie bei jedem Meeting, gibt es auch bei
virtuellen Job-Interviews ein zeitliches
Limit. Trotzdem sollte der Bewerber
immer genügend Zeit bekommen, sei-
ne Ausführungen zu beenden. Schweift
der Teilnehmer zu weit ab, kann der
Recruiter einschreiten – beispielswei-
se mit dem freundlichen Hinweis, dass
dieses Thema im zweiten, persönlichen
Gespräch weiter vertieft werden kann.
Langsames und deutliches Sprechen
erhöht nicht nur die Aufmerksamkeit
des anderen Teilnehmers. Auch Miss-
verständnisse durch falsch verstandene
Aussagen lassen sich so vermeiden. Aus-
ladende Gesten wirken oft aggressiv und
sollten daher vermieden werden.
Fazit: Vorteile für beide Seiten
Wenn der HR-Mitarbeiter diese Regeln
beachtet, kann er alle Fragen zügig
durchgehen, einen soliden Eindruck
über den Bewerber gewinnen und ent-
scheiden, ob es zu einem persönlichen
Treffen kommen soll. Unterm Strich ist
es für alle Beteiligten eine gute Sache:
Der Bewerber spart sich die Anreise und
der Unternehmensvertreter verschafft
sich ein besseres Bild als beispielsweise
in einem Telefoninterview.
TOBIAS ENDERS
ist Ge
schäftsführer von GMS Global
Media Services in Eschborn.
BILDERGALERIE
Eine Bildergalerie in der Personal
magazin-App illustriert weitere Tipps für
erfolgreiche Videokonferenzen.