Seite 61 - personalmagazin_2014_04

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Bei Fragen wenden Sie sich bit te an
Alternsgerechte Arbeitsgestaltung
Tests zur Ermittlung von gesund­
heits­relevanten Persönlichkeits-
profilen
Schichtarbeit
Employee Assistance Programme
(EAP)
Gesundheits- und Stressmanage-
mentcoaching
Burnout
Suchtprogramme
Psychische Erkrankungen/
Beschwerden von Mitarbeitern
Harmonisierung von Berufs- und
Privatleben
Gesundheitsbezogene Führung
Fairness und Mobbing
Betriebliches Eingliederungs­
management
Physische Erkrankungen/Beschwer-
den von Mitarbeitern
tung für die Gesunderhaltung ihrer Mitar-
beiter übernehmen.
Vor dem Hintergrund dieser Entwick-
lungen kommt einem ganzheitlichen
betrieblichen Gesundheitsmanagement
(BGM) mit den drei Handlungsfeldern
„Umfassender Arbeitsschutz“, „Betrieb-
liches Eingliederungsmanagement“ und
„Betriebliche Gesundheitsförderung“
mit einem Schwerpunkt auf Muskel- und
Skeletterkrankungen und psychischen
Erkrankungen eine wichtige Rolle zu. An
diesem Punkt setzt die „Trendstudie Be-
triebliches Gesundheitsmanagement“ an.
Methode der Untersuchung
Die Studienergebnisse beruhen auf den
Angaben von 556 Teilnehmern, über-
wiegend Personalmanager gefolgt von
Führungskräften (18,2 Prozent) und
internen sowie externen Beratern (13,5
Prozent). Die meisten Teilnehmer (61,2
Prozent) waren mit dem Thema BGM
eng betraut oder gar erster Ansprech-
partner; im Mittel befassten sich die Be-
fragten seit rund vier Jahren mit BGM.
Einen offiziell beauftragten Verantwort-
lichen für BGM konnten 43,4 Prozent
der Organisationen vorweisen.
Ergebnisse: Der Stellenwert von BGM
Die Studie umfasste eine Reihe von Fra-
gen dazu, wie BGM tatsächlich gelebt
wird. Hierbei wurde zunächst geprüft,
welchen Stellenwert das BGM über-
haupt in den Organisationen aktuell
einnimmt und – nach Einschätzung der
Befragten – einnehmen wird. Die Studie
zeigt, dass aktuell BGM kein wirkliches
Schwerpunktthema ist, der Stellenwert
jedoch zukünftig stark zunehmen wird.
Anschließend wurde erfragt, ob Betrie-
be aktuell überhaupt Maßnahmen zum
BGM durchführen. Auf lediglich 43,5
Prozent der untersuchten Organisatio-
nen traf dies zu, während 29,5 Prozent
zwar noch kein BGM implementiert,
dies aber geplant hatten.
Welche Maßnahmen werden in den
242 Organisationen, die tatsächlich
BGM implementiert haben, überhaupt
angewandt? Die Top drei der verhältnis-
Stellenwert des BGM: (---) kein Stellenwert
bis (+++) sehr hoher Stellenwert. Die Unter­
schiede zwischen den zwei Zeitpunkten
sind jeweils statistisch signifikant (p<.001).
Themen im BGM
Die heutigen Topthemen „betriebliches Eingliederungs­management“, „gesundheitsbezo-
gene Führung“ und „physische Erkrankungen“ werden an Bedeutung zunehmen. Alterns-
gerechte Arbeit und Burnout werden aber in zehn Jahren noch wichtigere Themen sein.
Quelle: Prümper, Zinke, Nachtwei, Hornung 2014
aktuell
in zehn Jahren
bezogenen Maßnahmen waren: ergono-
mische Gestaltung der Arbeitsumgebung
(70,7 Prozent), flexible Arbeitszeitmodel-
le (67,8 Prozent) und Maßnahmen zur
Vereinbarkeit von Privatleben und Beruf
(49,2 Prozent). Weit abgeschlagen lagen
die Erweiterung von Handlungsspielräu-
men (14,5 Prozent) und Maßnahmen zur
alternsgerechten Arbeitsgestaltung (16,5
Prozent). Die verhaltensbezogenen Maß­
nahmen wiederum akzentuierten Fol-
gendes: allgemeine Unterweisungen zu
Arbeitsschutz und -sicherheit (71,5 Pro-
zent), Angebote zur Stressbewältigung
(69,0 Prozent) und zur gesunden Ernäh-
rung (61,6 Prozent). HR-Maßnahmen zur
Förderung der Selbstverantwortung zur
Gesundheitsförderung scheinen aller-
dings wenig verbreitet (26,0 Prozent).
Im Fokus der Studie standen zudem
die Zielgruppen und thematischen
Schwerpunkte des BGM. Hierbei wurde
neben dem Ist-Zustand in der Organisa-
tion des Befragten auch erhoben, wie die
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