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Interimsprovider vereinbart werden. Die
geringsten Tagessätze erhalten Interims-
manager, die Aufträge über soziale Medi-
en generieren.
Soziale Medien fallen durch
Auch in Sachen Ergebnisqualität fallen
Social Media in der Einschätzung der
Experten durch. Die Wertigkeit dieser
Vertriebsschiene wird als niedrig bis
durchschnittlich eingeschätzt. Eine hö-
here Ergebnisqualität messen die Be-
fragten spezialisierten Providern bei,
die höchste ihren eigenen Kontakten.
Das Fazit von Ludwig Heuse: „Der Hype
um Social Media und Onlinemarktplätze
scheint im Interimsmanagement noch
nicht angekommen zu sein.“
Qualitätsmanagement
Für die meisten Interimsmanagementprojekte sind Experten
mit Vertriebs- und Management-Know-how gefragt. Perso-
nalexperten stehen ebenfalls recht hoch im Kurs.
Quelle: Ludwig Heuse GmbH Interim-Management.de, 2013
Gefragtes Know-how
Angaben in Prozent
2
Recht
2
Produktion/Einzelfertigung
4
Entwicklung/Forschung
5
IT
5
Marketing
6
Einkauf/Materialwirtschaft
7
Controlling
8
Produktion/Serienfertigung
8
Personal
11
Finanz- und Rechnungswesen
11
Vertrieb
14
Sonstige (überwiegend
Gesamtverantwortung)
15
vor allem der exportorientierte Maschi-
nen- und Anlagenbau sowie der wegen
strukturellen Anpassungdrucks voll auf
der Kostenbremse stehende Finanzbe-
reich, also vor allem Banken und Versi-
cherungen, weniger Interimsmanager als
in den Vorjahren angefragt hat.
Ein weiterer Trend: Elf Prozent der
Manager auf Zeit sind Personaler. Vor
zehn Jahren lag dieser Anteil noch bei
sechs Prozent. Auch der Anteil der
Interimsmanager mit Gesamtverant-
wortung hat im Zehn-Jahres-Vergleich
deutlich zugenommen (von sieben auf
15 Prozent). Abgenommen dagegen hat
die Nachfrage nach Experten aus dem Fi-
nanz- und Rechnungswesen (von 18 auf
elf Prozent) sowie nach Marketingexper-
ten (von 13 auf sechs Prozent). Auch IT-
Know-how ist weniger gefragt (von neun
auf fünf Prozent).
Die Honorare waren im Krisenjahr
2009 deutlich zurückgegangen, bewegen
sich seit 2011 aber wieder auf höherem
Niveau. „Ein gut ausgelasteter Interims-
manager, der auf rund 200 Einsatztage
im Jahr kommt, verdient im Schnitt
185.000 Euro pro Jahr“, erklärt Heuse.
„Das entspricht etwa 925 Euro pro Ein-
satztag.“ Doch das sind Durchschnitts-
werte. Je nach Herkunft der Projekte
ergeben sich ganz unterschiedliche Ta-
gessätze. „Bei Projekten, die von Banken
initiiert wurden, sind die Tagessätze die
höchsten“, erklärt Heuse. Projekte, die
durch eigene Akquise der Interimsma-
nager zustande kommen, liegen im Mit-
telfeld. Etwas geringer werden Einsätze
honoriert, die über Personalberater und