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am Markt ist. „Aber die Unternehmen
müssen derzeit eben auch sehr stark auf
die Kosten achten.“
Rechnen müssen Kunden mit min-
destens 2.000 Euro für die Dienstleis
tungen für einen Single. „Für eine
höhergestellte Familie, bei der wir auch
die Schulsuche übernehmen, muss man
mit bis zu 4.000 Euro rechnen“, so Klaus
Kremers, Geschäftsführer der Palladium
Mobility Group. Hinzu kommen die Kos
ten für die engagierte Umzugsfirma und
gegebenenfalls für einen Makler. Hel-
mut Berg rechnet mit einem Paketpreis
von 3.200 bis 3.500 Euro für Orientie-
rungstour, Wohnraumsuche und zwei
Tage „Settling In“.
Der Relocation-Markt boomt
Die Zahl der Anbieter habe sich in den
vergangenen 20 Jahren verzehnfacht,
schätzt Berg, der seit 25 Jahren in der
Relocation-Branche tätig ist. Es gibt
zahlreiche kleine Anbieter, die aus-
schließlich lokal tätig sind. Daneben
gibt es nur etwa zehn größere Reloca-
tion-Dienstleister in Deutschland – einer
davon ist RSB Deutschland: Hier sind 33
Mitarbeiter fest angestellt. Mit weiteren
140 freien Mitarbeitern deckt die Agen-
tur 60 Standorte in Deutschland und
Österreich ab. Für die ebenfalls überre-
gional aufgestellte Palladium Mobility
Group zählt der Geschäftsführer 21 Mit-
arbeiter und 120 freie Consultants.
Diese überregionale Reichweite bietet
den Kunden den Vorteil, dass sie nur
einen Dienstleister für verschiedene
Unternehmensstandorte beauftragen
müssen – und trotzdem von den loka-
len Kenntnissen des Mitarbeiters pro-
fitieren. Denn: „Es macht keinen Sinn,
einen Anbieter zu nehmen, der sich in
der jeweiligen Stadt nicht auskennt“, so
Oelmann. Sie gehört zu den kleineren
Anbietern mit sechs Mitarbeitern in ih-
rer Berliner Agentur. Um trotzdem kon-
kurrenzfähig zu sein, hat sie sich mit
weiteren Anbietern im Verbund „CRA
– Relocation Service“ zusammengetan.
Sie bieten ihre Dienstleistungen in acht
Regionen und Städten an.
Solche Zusammenschlüsse liegen im
Trend. Neben CRA gibt es beispielsweise
auch den Verbund „German Relocators“.
„Der Markt erwartet die überregionale
Abdeckung“, erklärt Kremers, der auch
Vorstandsmitglied der European Reloca-
tion Association (EuRA) ist.
Weltweites Gütesiegel entwickelt
Die EuRA hat das Ziel, professionelles
Relocation Management zu fördern.
Dafür hat sie 2008 zusammen mit der
Deutschen Gesellschaft zur Zertifizie-
rung von Managementsystemen (DQS)
das nach eigenen Angaben erste welt-
weite Gütesiegel für Relocation-Anbieter
entwickelt, das „EuRA Global Quality
Seal“. „Die Zertifizierungsstandards,
die die Unternehmen erfüllen müssen,
sind angelehnt an die Iso 9001“, so Kre-
mers. „Die Unternehmen müssen unter
anderem die Key Performance Indica-
tors messen können und Handbücher
führen.“ Inzwischen sind weltweit 60
Unternehmen zertifiziert, im deutsch-
sprachigen Raum zwölf.
Gerade kleineren Anbietern erscheint
der Aufwand zur Zertifizierung jedoch
zu hoch: „Das bringt einen hohen Mehr-
aufwand in der Verwaltung mit sich. Und
allein die Mitgliedschaft bei der EuRA,
die Voraussetzung für die Zertifizierung
ist, ist mit vielen Gebühren verbunden“,
kritisiert Sabine Lenzer.
Unabhängig vom Gütesiegel sollten
Kunden auf zwei Kriterien achten, die
schwarze Schafe am Markt schnell ent-
larven. So sollten Relocation-Anbieter
nicht als Makler tätig sein, gibt Kremers
zu Bedenken, „das verbietet auch der Ko-
dex der EuRA“. Und Lenzer warnt: „Im
schlimmsten Fall handelt es sich um ei-
ne reine Umzugsfirma, die sich mit dem
Titel ‚Relocation‘ schmückt.“
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