Seite 36 - personalmagazin_2013_08

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personalmagazin 08 / 13
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Organisation
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NEWS
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Ältere
Fast jeder fünfte Betrieb, der Ältere beschäftigt, setzt für diese altersspezifische Personalmaßnahmen ein – das berichtet das Institut
für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB). Da insbesondere große Unternehmen altersspezifische Maßnahmen anbieten, profitiert davon
potenziell mehr als die Hälfte der Beschäftigten.
Plaudertaschen
Personaler gehören zu den redseligsten Gruppen im Unternehmen. Nach einer Studie des Datenschutzexperten
Iron Mountain haben 31 Prozent der Mitarbeiter in Personalabteilungen schon einmal vertrauliche Informationen über einen Mitarbeiter an
andere Kollegen weitergegeben. Das Ergebnis liegt deutlich über dem Durchschnitt aller Abteilungen (17 Prozent).
Gehälter
Das deutsche Steuersystem mit seinen ansteigenden Steuersätzen dämpft die Einkommensnachteile von Frauen am deutschen
Arbeitsmarkt, so das Ergebnis einer Studie vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). Die Schere zwischen den Einkommen von
Frauen und Männern sei netto spürbar geringer als brutto. Allerdings setze das Ehegatten-Splitting falsche Anreize.
Nachgehakt
Die Bedeutung einer gesunden Mitarbei-
terschaft für den wirtschaftlichen Erfolg
des Unternehmens dürfte bei den meisten
Arbeitgebern und Führungskräften inzwi-
schen als gesicherte Erkenntnis angekom-
men sein. Solche Beweggründe dürften
auch einen Arbeitgeber im Großraum
Düsseldorf veranlasst haben, im Rahmen
eines Demografieprojekts innerhalb seines
Unternehmens eine sogenannte „Sensibi-
lisierungswoche“ anzubieten. Das Seminar
sollte grundlegende Erkenntnisse über ei-
nen gesunden Lebensstil vermitteln, der
sowohl die Beschäftigungs- und Leistungs-
fähigkeit als auch die Motivation einer al-
ternden Belegschaft erhält. Ganz und gar
unsensibel gegenüber den Erkenntnissen,
inwieweit ein betriebliches Gesundheits-
management dem Unternehmen nützt,
zeigte sich allerdings das Finanzgericht
Düsseldorf. Es konnte kein vorherrschen-
des betriebliches Interesse an einer sol-
chen Veranstaltung erkennen und erklärte
das Seminar zur steuerpflichtigen Maßnah-
me. Die allgemeine Gesundheitsvorsorge
liege zwar auch im Interesse eines Arbeit-
gebers, aber zuvorderst im persönlichen
Interesse der Arbeitnehmer. Die Revision
zum Bundesfinanzhof wurde zugelassen.
Unsensibel geurteilt
News des Monats
+ + + A k t u e l l e N ews + + + H i n t e r g r ü n d e + + + t ä g l i c h u n t e r
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Unternehmen fahren deutsch
D
as Image ist bei Auswahl des Firmenwagens und der Fuhrparkgestal-
tung in den meisten Unternehmen immer noch der entscheidende
Faktor. Das zeigen die aktuellen Studien zu Firmenwagen „CVO Fuhr-
park-Barometer 2013“ und „Firmenwagenmonitor Deutschland 2013“. Und
zu diesem Image passen keine Importfahrzeuge: Die beliebtesten Marken bei
Firmenwagen sind nach dem Firmenwagenmonitor Volkswagen (28 Prozent),
Audi (20 Prozent) und BMW (13 Prozent). Das schlägt sich auf die Kosten
nieder, doch lediglich 13 Prozent der Unternehmen in Deutschland, so das
CVO-Barometer, messen dem reinen Kaufpreis des Fahrzeugs noch große
Bedeutung zu – im internationalen Vergleich sind es 23 Prozent.
Auch Dienstwagenpools sind noch die Ausnahme: Erst jedes vierte Unter-
nehmen ab 1.000 Mitarbeitern führt einen Fahrzeugpool; sieben Prozent der
Befragten ziehen dies immerhin in Erwägung. Zu den mit Abstand unbelieb-
testen Dienstfahrzeugen zählen die Elektroautos, gegen ihre Nutzung spre-
chen vor allem, so die von CVO Befragten, die eingeschränkte Reichweite (67
Prozent), die lange Ladedauer der Batterie (48 Prozent) sowie die begrenzte
Anzahl an Ladestationen (45 Prozent).
Diesem Misstand möchte nun auch der Gesetzgeber durch eine Gesetzes-
änderung begegnen: Ein geplanter – ab 2013 rückwirkend einzuführender
– Rabatt bei der Dienstwagenbesteuerung soll bis 2020 bereits eine Million
Elektrofahrzeuge ohne den klimaschädlichen CO2-Ausstoß in die Fuhrparks
deutscher Unternehmen bringen.
Fuhrparkmanagers liebstes Kind: Der Volkswagen, dicht gefolgt von Audi und BMW.
©Volkswagen