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personalmagazin 05 / 11
7 GOLDENE REGELN
Personalmanager müssen oftmals
Konzepte oder Projekte präsentieren.
Rhetoriktrainer Ingo Vogel gibt Tipps, wie
Sie sich dabei besser verkaufen können.
EINS
Präsentieren Sie keine Charts,
sondern sich selbst. Wer sich hinter einer
Präsentation versteckt und Texte abliest,
wird nur eine geringe Wirkung erzeugen.
ZWEI
Begeistern Sie Ihre Zuhörer, anstatt
sie in Trance zu versetzen. Vermeiden
Sie alles, was Ihr Publikum in Halbschlaf
versetzt, etwa abgedunkelte Räume und
eine monotone Stimme.
DREI
Kommunizieren Sie auch mit den
Augen. Nur Blicke erzeugen Kontakt und
nur Kontakt erzeugt Gefühle. Vermeiden
Sie unbedingt, dem Publikum Ihren
Rücken zuzukehren.
VIER
Visualisieren Sie nicht jede Infor-
mation. Viele Zuhörer sind überfordert,
wenn sie zugleich Charts lesen und
zuhören sollen. Charts sollten zwei Funk-
tionen haben: Komplexe Sachverhalte
verdeutlichen und mündliche Aussagen
emotional unterstützen.
FÜNF
Achten Sie auf eine lebendige
Sprache. Das gilt sowohl für die Charts
als auch die wörtliche Rede. Reden Sie
mit dem Publikum so, wie Sie mit Freun-
den sprechen – lebhaft und emotional.
SECHS
Konzentrieren Sie Ihre Präsen-
tation auf Kernbotschaften. Zu viele
Argumente ermüden die Zuhörer und
machen sie entscheidungsunfähig.
SIEBEN
Erzeugen Sie Spannung und
wecken Sie Emotionen. Eine gute
Präsentation ist wie ein guter Film. Sie
strebt auf einen Abschluss hin, der im
Kopf hängen bleibt.
Wirkungsvoll
präsentieren
S
chlagfertigkeit im Job ist wich-
tig, gerade wenn es darum geht,
in Gesprächen zu überzeugen.
Doch ohne Humor und Sympathie
macht Schlagfertigkeit wenig Sinn, da
sie den Gegenüber brüskieren kann.
Für sein Buch „Die neue
Schlagfertigkeit“ (Busi-
ness Village Verlag) hat
der Psychologe Valentin
Nowotny fünf Thesen für
Schlagfertigkeit mit Sym-
pathiefaktor formuliert: 1.
EinehumorfreieSchlagfer-
tigkeit zerstört Bezie-
hungen, daher sollten Sie
Ihren Gesprächspartner
beobachten. Sehen Sie
ein Schmunzeln, ist al-
les o.k. 2. Humor ist vor
allem die Fähigkeit, über
den Dingen zu stehen.
Allerdings fällt es vielen Menschen
schwer, über sich selbst zu lachen.
Versuchen Sie einmal, einen Witz
über Sie selbst zu machen, lernen Sie
Ihre emotionalen Reaktionen kennen
und beginnen Sie, über den Dingen zu
stehen. 3. Akzeptanz von eigenen und
fremden Fehlern macht Humor erst
möglich: Begegnen Sie Ihren Fehlern
humorvoll und lachen Sie darüber. 4.
Eine variable Sichtweise lässt Humor
erst zu. Macht ein Mitarbeiter einen
Fehler, geht es darum, schnell eine
kreative, nicht verletzende Aussage
zu finden. 5. Wenn der Gegenüber
etwas tatsächlich lustig findet, ent-
steht echte Sympathie. Ein positiver
Nebeneffekt: Die Bereitschaft des Ge-
genübers, Kompromisse einzugehen,
steigt.
Schlagfertig und zugleich sympathisch
Das Mitarbeiterhandbuch („employee handbook“, „staff handbook“) beschreibt
die Handlungen und Vorgehensweisen im Unternehmen. Es wird Mitarbeitern
normalerweise in der Einführungsphase („induction session“) übergeben und
behandelt Themen wie das äußere Erscheinungsbild („appearance“), Anwesenheit
und Zeiterfassung („attendance and timekeeping“), Spesen („business expenses“),
aber auch ein mögliches Beschwerdeverfahren („grievance procedure“).
„employee handbook“
HR Business Phrases
An dieser Stelle stellt Ihnen das Personalmagazin hilfreiche Redewendungen aus dem Englischen
vor. Diese sind dem Haufe Praxisratgeber „Business Englisch für Personaler“ entnommen.
Humorvoll und schlagfertig: Das überzeugt in Gesprächen.