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personalmagazin 10 / 09
7 GOLDENE REGELN
In den ersten 100 Tagen im neuen Job
werden die Weichen gestellt für die
weitere Zukunft. „Das A und O ist es,
die internen Strukturen zu kennen“,
empfiehlt Peter Buchenau, Führungs-
kräfte-Coach und Geschäftsführer der
The Right Way GmbH. Seine Tipps für
einen gelungenen Einstieg.
EINS
Beobachten Sie genau. Konzentrie-
ren Sie sich nicht nur auf Ihre eigene
Performance, sondern nehmen Sie sich
auch Zeit, bewusst wahrzunehmen,
wie Ihre neuen Kollegen miteinander
umgehen.
ZWEI
Die grauen Eminenzen. Oft sind
die Strukturen nicht so, wie sie auf den
ersten Blick scheinen. Finden Sie heraus,
wer tatsächlich im Hintergrund die Fäden
zieht.
DREI
Du oder Sie? Halten Sie sich an die
Anrede, die im Unternehmen üblich ist.
Im Zweifelsfall lieber zunächst beim
„Sie“ bleiben.
VIER
Kleidung. Selbstverständlich klei-
den Sie sich nach den Gepflogenheiten
des Unternehmens. Und bemühen Sie
sich, durch Ihre Leistung, statt durch Ihre
Kleidung aufzufallen.
FÜNF
Die Balance wahren. Machen Sie
Vorschläge und bringen Sie Ihre Ideen
ein. Aber Vorsicht: Schmeißen Sie nicht
alles Bisherige über den Haufen. Damit
könnten Sie dem neuen Arbeitgeber auf
den Schlips treten.
SECHS
Privates privat lassen. Gerade in
den ersten Wochen gilt: Halten Sie sich
bedeckt was Ihr Privatleben angeht.
SIEBEN
Feedback einholen. Wenn es
nicht ohnehin nach einigen Monaten
vorgesehen ist: Fordern Sie regelmäßig
Feedback ein.
Neu im Job
Vergütungs-Check:
Das verdient ein fachlicher Trainer
Vergütung von fachlichen Trainern
Firmengröße
(in Mitarbeiter)
Q3
Median Q1
< 21
38.872 € 32.453 € 25.120 €
21–50
42.068 € 34.220 € 24.600 €
51–100
41.986 € 33.305 € 28.638 €
100–1000
49.628 € 40.558 € 33.260 €
> 1000
62.462 € 48.270€ 39.024 €
D
ie Gehälter der wichtigsten Tätigkeitsfelder im Personalwesen stellt
das Personalmagazin in Zusammenarbeit mit dem Gehaltsexperten
PersonalMarkt Services GmbH fortlaufend in jeder Ausgabe vor. Im
Internet finden Sie außerdem eine Auflistung der Gehälter mit Prämien und
Zusatzleistungen sowie ein Tool, mit dem Sie Ihr eigenes Gehalt prüfen
können.
ÜBERSICHT
Sept.: Personalentwickler
Okt.: Fachlicher Trainer
Nov.: Persönlichkeitstrainer
Dez.: Syndikus
Jan.: Lohn und Gehalt
Feb.: Personalmarketing
März: Personalleiter
April: Personalreferent
Mai: Personalsachbearbeiter
Juni: Personalberater
Juli: Personaldisponent
Aug.: Branchenvergleich
Q3:
oberes Quartil (25% aller Personen mit dieser Funktion verdienen mehr)
Q1:
unteres Quartil (25% unterschritten diesen Betrag). Veränderungen gegenüber
dem Vorjahr (über alle Firmengrößen): plus 0,9 %.
Quel le: Personalmarkt , 2009
K
risen in der Führung sind häu-
fig hausgemacht und nicht nur
die Folge einer allgemeinen
Lage. Damit sich keine Führungskri-
se entwickelt, gilt es zunächst zwei
Ebenen zu unterscheiden: Eine Ebe-
ne der Krise entsteht unterhalb der
eigenen hierarchischen Ebene. Dann
etwa, wenn innerhalb des Teams
einer Führungskraft Mitarbeiter
häufig krank sind, ihre Aufgaben un-
zureichend erfüllen oder Weisungen
ignorieren. Schnell kann ein solches
Verhalten dazu führen, dass dem An-
sehen der Führungskraft und dem
UnternehmenSchadenzugefügtwird.
Die zweite Ebene der Führungskrise
betrifft den entgleitenden Respekt
der gleich- oder höhergestellten Kol-
legen. Dies kann vermieden werden
durch eine kritische Selbstreflexion
und die bewusste Wahrnehmung der
Umgebung. Werden Mitarbeiter von
der Führungskraft wahrgenommen,
fühlen sie sich wertgeschätzt und
sind motiviert. Das soll aber nicht
heißen, dass man auf Schmusekurs
gehen und das Team in jegliche Ent-
scheidung mit einbeziehen soll. Das
genaue Hingucken allein vermag be-
reits viele Gründe für Führungskri-
sen zu eliminieren.
Autor: Ralf Gasche ist Business-Coach, Manage-
mentberater und Fachautor.
Ohne Führungskrise durch die Krise