personalmagazin 10 / 09
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MARKENFINDUNG
Jeder Mitarbeiter sieht seinen Arbeitsplatz anders, und jeder hat die Möglichkeit, seine persönlichen Eindrücke in eine dynamische Wortmarke zu fassen.
© NAMICS
ne sogenannte dynamische Wortmarke.
Diese wird jeweils neu aus denjenigen
Schlagworten zusammengesetzt, mit
denen die Mitarbeiter beschreiben, wie
sich das Arbeiten bei Namics anfühlt.
Die Kultur widerspiegeln
Das Ganze ist Ergebnis eines Rebran-
dings, mit dem das Unternehmen nach
einem Markenauftritt suchte, der zu sei-
ner offenen und flexiblen Kultur passt.
Es ging nicht darum, eine neue Identität
zu suchen, sondern das Unternehmen
wollte einen Weg finden, die bestehende
Kultur nach außen zu tragen.
Mitarbeiter gestalten die Marke
PRAXIS. Der Dienstleister Namics hat seine Markendarstellung ganz den Mit-
arbeitern anvertraut – mit positiven Effekten für Motivation und Begeisterung.
W
er die Webseite des
deutsch-schweizerischen
UnternehmensNamics auf-
ruft, wird von prägnanten
Schlagworten begrüßt. „Vertrauen.
Backlog. Erfolgsfaktor. Spaßkanone. St.
Gallen. Design. Semantic Web. Namics“,
heißt es dort zum Beispiel. Der Dienst-
leister, der Online-Strategien für Firmen
entwickelt und interaktive Plattformen
konzipiert, hat eine außergewöhnliche
Selbstdarstellung. Es gibt kein Logo und
keinen ausgefeilten Slogan, sondern ei-
Die Kultur des 1995 aus der Univer-
sität St. Gallen ausgegründeten Unter-
nehmens unterscheidet sich in der Tat
vom Gewohnten. An Projekten arbeiten
diejenigen Beschäftigten mit, die sich
mit dem betreffenden Thema ausken-
nen – unabhängig von ihrer Position
oder ihren Aufgaben im Unternehmen.
Hat ein Mitarbeiter eine Frage, stellt er
sie ins Intranet und bekommt sie von
demjenigen beantwortet, der etwas dazu
weiß. Das kann auch der Azubi sein. Und
Antworten in Minutenschnelle sind die
Norm. Die Firmenkultur zielt stark auf
Kollaboration und Transparenz ab.
Von
Daniela Furkel
(Red.)