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HR 2020
personalmagazin 10 / 09
Bei Fragen wenden Sie sich bit te an
gesamte internationale Geschäft verant-
worten. Gleiches gilt für das Human-Re-
sources-Team („EC&R HR Community“).
Die Personaler sind in verschiedenen
Einheiten auf der ganzenWelt tätig (zum
Beispiel Spanien, Nordamerika, Schwe-
den, Deutschland), arbeiten jedoch bei
allen Themen, die EC&R-weite Relevanz
haben, zusammen. Die disziplinarischen
Berichtswege laufen dabei innerhalb der
Landesgesellschaft ab, die funktionalen
jedoch in die Düsseldorfer „Zentrale“
hinein. Aus diesem Grund finden im
drei- bis vierwöchigen Rhythmus Tele-
fonkonferenzen statt, in denen aktuelle
Informationen und Updates gegeben und
Aufgaben besprochen werden. Zusätz-
lich stimmt sich Kristen Herde, Head of
Human Resources bei EC&R, regelmäßig
mit den einzelnen Personalverantwort-
lichen per Telefon ab, um regionenspe-
zifische Themen zu besprechen und
„Ear-to-ear“-Gespräche zu führen. Ab
und zu besucht sie diese auch, um ein
Verständnis von dem Arbeitsumfeld
und den spezifischen Anforderungen
vor Ort zu bekommen. Dabei ist sie nicht
die einzige Vorgesetzte der Personaler,
die an ihren Standorten jeweils noch an
ihren disziplinarischen Vorgesetzten
berichten. Bei wichtigen Projekten, zum
Beispiel der jährlichen Mitarbeiterbe-
fragung, finden bei EC&R noch einmal
separate Web-Konferenzen statt, um die
Möglichkeit zu haben, Dokumente par-
allel zu sichten und mit Webcams zu
arbeiten. Viertel- bis halbjährlich finden
zudem Präsenz-Workshops statt, in de-
nen das Team sich trifft und strategische
Themen gemeinsam bespricht und auch
Zeit und Raum hat, sich persönlich aus-
zutauschen (zum Beispiel bei einem ge-
meinsamen Kochabend).
Vorteile virtueller Teams
Die Vorteile virtueller Teams liegen
primär in der effizienten Nutzung (ver-
teilter) Ressourcen, der kostenfreund-
lichen Zusammenarbeit und Diversität
der Teams. Virtuelle Teamarbeit bringt
aber noch viele weitere positive Aspekte
mit sich:
Schnellere Nutzung und Verbreitung
von Wissen und Best Practice
Bessere funktions- und divisions-
übergreifende Zusammenarbeit
Horizontale Organisationsstrukturen
mit funktional und geografisch ver-
teilten Human-Ressourcen
Projekte jenseits von Organisations-
grenzen
Flexible Organisationsform, die wett-
bewerbsfähiger ist und auf Marktspe-
zifika eingeht
Erhaltung von Talenten (zum Beispiel
bei Umstrukturierungen)
Gewinnung von Talenten ohne geo-
grafische Restriktionen
Höhere Produktivität der Mitarbeiter
(durch Wegfall von Reiseweg zur Ar-
beit et cetera)
Reduzierung von Kosten (und CO
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)
Gesteigertes Mitarbeiterengagement
durch erhöhte Einbindung und Flexi-
bilität
Hürden virtueller Teams
Natürlich gibt es nicht nur Vorteile, son-
dern es gilt auch Herausforderungen zu
meistern:
Sukzessiver Umstieg von Präsenz-
auf virtuelle Meetings (Erst Vertrau-
ensbasis schaffen)
Performance-Management
Personalentwicklung
Missverständnisse in der Kommuni-
kation (vor allem bei länderübergrei-
fenden Teams)
Fehlen von Projektsichtbarkeit
Schwierigkeiten in der Erreichbarkeit
der Teammitglieder
Schwierige Vertrauensbildung
Eventuell geringeres Mitarbeiter-
engagement
Projekte werden eventuell nicht als
die „eigenen“ empfunden und die
entsprechende Verantwortung nicht
dafür übernommen
Keine eindeutigen Berichtsstrukturen
Wandel der Teamarbeit
Von …
Zu …
Feste Teammitgliedschaft
Alle Teammitglieder stammen aus derselben
Organisation
Alle Teammitglieder arbeiten zu 100 Prozent
im Team
Alle Teammitglieder sind organisational und
geografisch an einem Ort
Teams arbeiten für einen festgelegten
Zeitraum zusammen
Teams werden von einem einzigen Manager
geführt
Wechselnde Teammitgliedschaften
Team umfasst auch externe Mitglieder
(Kunden, Partner et cetera)
Die meisten Mitarbeiter sind Mitglieder in
mehreren Teams
Die Teammitglieder sind organisational und
geografisch voneinander getrennt
Teams formieren und reformieren sich
kontinuierlich
Teams haben mehrere Berichtswege an
verschiedene Personen/Institutionen
Teamstrukturen und Teamarbeit werden sich in Zukunft grundlegend verändern.
Quel le: Lisa Kimbal l auf der „Team Strategies Conference” sponsored by Federated Press, Toronto, Canada.
Im Rahmen der „Agenda Moderne
Personalpolitik“ hat E.ON gemein-
sam mit anderen Teilnehmern
Handlungsempfehlungen zum Führen
virtueller Teams entwickelt. Diese
finden Sie auf unserem Internet-
Portal, Stichwort „Virtuelle Teams“.
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