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HR 2020
TITEL
10 / 09 personalmagazin
Virtualität auf dem Vormarsch
PRAXIS. Virtuelle Teamarbeit wird im Jahr 2020 nicht mehr wegzudenken sein.
Grund genug für E.ON, sich bereits jetzt diesem Zukunftsthema zu widmen.
Vom Sitz in Düsseldorf aus steuert E.ON Climate & Renewables Mitarbeiter in elf Ländern.
in die Virtualität gewagt: E.ON Climate
& Renewables (EC&R), verantwortlich
für die erneuerbaren Energien und Kli-
maschutzprojekte im E.ON-Konzern, ist
virtuell organisiert. Für die tägliche Zu-
sammenarbeit und die Führungsorgani-
sation bringt das enorme Chancen, aber
auch Herausforderungen mit sich.
„Grenzenlose“ Zusammenarbeit
EC&R ist mit seinen rund 600 Mitarbei-
tern in elf Ländern präsent und vereint
29 Nationalitäten unter einem Dach. Die
unternehmensübergreifenden Funktio-
nen sind zentral in Düsseldorf gebün-
delt und unterstützen die dezentralen
operativen Aktivitäten in den einzelnen
Geschäftseinheiten in den Regionen.
Um trotz oder gerade wegen der global
verteilten Aktivitäten effizient und dy-
namisch zusammenarbeiten zu können,
ist EC&R virtuell organisiert. Dabei hat
E.ON erkannt, dass sich das Verständnis
von Teams und deren Zusammensetzung
und Zusammenarbeit gewandelt hat und
weiter wandeln wird. Was bedeutet das?
Virtuelle Teams kennen keine Gren-
zen. Der physische Einsatzort der Team-
mitglieder ist dabei irrelevant. Wichtig
ist, dass die „physische Verbundenheit“
gewährleistet ist. Dabei kommt es auch
nicht darauf an, dass die Mitglieder aus
derselben Organisationseinheit und nur
in einem Team für einen genau fest-
gelegten Zeitraum unter der Führung
einer einzelnen Person zusammenar-
beiten. Ganz im Gegenteil: Wechselnde
Teammitgliedschaften mit externen wie
internen Personen, die zeitlich unbe-
stimmt, geografisch und organisational
voneinander getrennt in einem oder
mehreren Teams gleichzeitig arbeiten
und dabei nicht nur einen, sondern ver-
schiedene Ansprechpartner und Vorge-
setzte haben, charakterisieren typische
Teamkonstellationen.
Vielfältige Kommunikationswege
Bei EC&R wird bereits heute auf diese
Weise täglich zusammengearbeitet. Das
ist nicht nur in der Projektarbeit der
Fall, sondern findet auch innerhalb von
Funktionen statt, wie zum Beispiel dem
Bereich Einkauf, wo Mitarbeiter funktio-
nal an einen Vorgesetzten in der Zentrale
in Düsseldorf berichten, aber in den ein-
zelnen Ländergesellschaften sitzen und
dort spezielle Aufgabengebiete für das
Von
Kristen Herde
und
Nora Gläsel
U
nternehmen agieren zuneh-
mend auf der globalen Ebene
und stellen verstärkt Produkte
und Services für ein internatio-
nales Publikum zur Verfügung, sodass
Raum und Zeit eine neue Bedeutung
beziehungsweise Bedeutungslosigkeit
erlangen. Die Fähigkeit zur virtuellen
Zusammenarbeit spielt dabei eine gra-
vierende Rolle – Grund genug für E.ON,
sich bereits jetzt diesem Zukunftsthema
zu widmen. Um dem steigenden Interna-
tionalisierungsgrad gerecht zu werden
und Strukturen schlank und effizient
zu halten, hat E.ON bei einer seiner
jüngsten „Market Units“ den Sprung
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