Seite 19 - Immobilienwirtschaft_2015_02

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2.2015
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UNVERGLEICHLICH
DERNEUENX
Matthias Freutel-Thoms ist Leiter
Immobilienkommunikation bei
ergo Kommunikation, einer der
großen deutschen PR-Agen-
turen. In dieser Funktion berät
er Immobilienunternehmen,
zurzeit aber keine Verbände.
das Auto, während das Feld bei
Immobilien viel weiter ist.
„Fakt ist: Deutschlands
Verbändelandschaft steckt
seit Jahren in einer Legitima-
tionskrise. Von den Unter-
nehmervereinigungen bis zu
den Gewerkschaften“, hat der
„Tagesspiegel“ vor Kurzem
geschrieben. Sehen Sie das
auch so?
Tatsächlich gehen viele
große Unternehmen dazu über,
ihre Interessen selber zu vertreten.
Das ist ein grundsätzliches, nicht
immobilienspezifisches Thema. Die
Verbände befinden sich dadurch in
einer Zwickmühle. Sie müssen den
kleinsten gemeinsamen Nenner
organisieren und sind dann oft
für die unattraktiven Themen
zuständig, während die großen
Unternehmen längst eigene gute
Drähte in die Politik pflegen.
Zudem können viele Verbände auf-
grund ihrer Struktur nur langsam
reagieren. Im Zeitalter von Internet
und sozialen Medien ist das oft
zu behäbig, um mit modernem
Campaigning Meinungsbildung zu
beeinflussen.
Was empfehlen Sie den immo-
bilienwirtschaftlichen Verbän-
den, um in der Öffentlichkeit
besser gehört zu werden?
Sie
brauchen ein Thema, und sie müs-
sen in der Lage sein, dieses Thema
von der Zielgruppe her zu denken.
Das mag banal klingen, ist aber in
der Kommunikation vieler Verbän-
de und übrigens auch Unterneh-
men nicht unbedingt zu erkennen.
An gesellschaftlich relevanten
Themen, bei denen man klare
Kante zeigen kann, mangelt es der
Immobilienwirtschaft ja nun wahr-
lich nicht. Und um Ihre Eingangs-
frage noch einmal aufzugreifen:
Eine punktuelle Zusammenarbeit
mit anderen Verbänden auch über
Branchengrenzen hinweg ist auf
jeden Fall sinnvoller, als sich in
Fusionskämpfen aufzureiben.
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