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-8.2014
zum gleichnamigen Diplom-Abschluss
(bei acht Semestern als Regelstudienzeit).
Mit der Umstellung auf das zweistufige
Studiensystemwurde es in einenRahmen-
studienplan für ein Bachelor- und für ein
Masterstudium überführt (mit sechs oder
sieben und drei oder vier Semestern). Ab-
schlüsse sind nun der Bachelor/Master of
Science oder Engineering. Voraussetzung
für die Aufnahme eines FM-Masterstu-
diums ist ein FM-Bachelorgrad oder al-
ternativ der erfolgreiche Abschluss eines
anderen fachlich affinen Erststudiums.
Beispiele hierfür sind Bauingenieurwe-
sen, Architektur undVersorgungstechnik .
Fachübergreifender Charakter
Auf-
grund seines praxisnahen und fachüber-
greifendenCharakters eignet sich das FM-
Studium besonders für die Ausbildung an
Hochschulen für Angewandte Wissen-
schaften (Fachhochschulen) und Dualen
Hochschulen (Berufsakademien). Tat-
sächlich sind unter den 15 Hochschulen
mit eigenständigen FM-Studiengängen 13
Fachhochschulen sowie eine Duale Hoch-
schule und eine Technische Universität.
Die in der Grafik auf Seite 66 genannten
Hochschulen haben im Lauf der vergan-
genen 15 Jahre zu unterschiedlichen Zeit-
punkten FM-Studiengänge eingerichtet.
Kennzeichnend ist, dass sich alle an
der Ausbildungsrichtlinie GEFMA 610
orientiert und – neben der obligatorischen
Akkreditierung – eine freiwillige GEFMA-
Zertifizierung durchlaufen haben. Der be-
rufliche Erfolg der Absolventinnen und
Absolventen zeigt, dass der ganzheitliche
Ansatz den Bedürfnissen des Marktes in
hohem Maß gerecht wird. Insgesamt bie-
ten die genannten 15 Hochschulen elf Ba-
chelor- und acht Masterstudiengänge „Fa-
cility Management“ an. Pro Studienjahr
stehen dabei insgesamt rund 600 Anfän-
gerplätze für den Bachelor und rund 250
Anfängerplätze für den Master zur Verfü-
gung (siehe IZ Karriereführer 2013/14).
Die eher geringen Semestergrößen er-
möglichen ein Studiummit sehr guter Be-
treuung durch die Dozenten.Wichtig ist in
diesemZusammenhang der Hinweis, dass
es in zahlreichen anderen Studiengängen
ebenfalls FM-Inhalte gibt, etwa als Ver-
tiefungsrichtung im Bauingenieurwesen.
Diese Fälle werden jedoch hier aufgrund
der Fokussierung auf eigenständige FM-
Studiengänge nicht betrachtet.
FM-Hochschullandschaft in vielfäl-
tiger Ausprägung
Trotz derAusrichtung
am Rahmenstudienplan von GEFMA ha-
ben die verschiedenen FM-Studiengänge
an den genannten Standorten ihr eigenes
Profil. Denn die Richtlinie fordert nur eine
Übereinstimmung in den Inhalten zu 70
Prozent. Aber auch im Grad der Praxis-
orientierung, in der Studienorganisation
und im didaktischen Konzept gibt es cha-
rakteristische Unterschiede. Die genann-
ten Profilmerkmale seien beispielhaft
anhand einzelner Studienangebote kurz
angerissen.
Die Praxisanteile sind in der universi-
tärenAusbildung vergleichsweise geringer
vertreten als an einer Fachhochschule. Im
FM-Studiengang der TU Kaiserslautern
wird jedoch Wert gelegt auf eine ausge-
prägte Praxisorientierung. Im Gegen-
summary
»
Die Facility-Management-Branche ist ein Jobmotor
, es gibt vielfältige Chancen für eine „Karriere mit Köpfchen“.
»
Rund 2.500
Studierende
, davon etwa 30 Prozent Frauen studieren in einem Bachelor- oder Masterstudiengang „Facility Management“.
»
Eine bundesweite Hoch-
schullandschaft
für die FM-Ausbildung hat sich in den vergangenen 15 Jahren entwickelt.
»
Pro Studienjahr
gibt es insgesamt rund 600 Anfängerplät-
ze in elf Bachelor- und rund 250 Anfängerplätze in acht Masterstudiengängen.
»
Gemeinsamer Rahmenstudienplan
dient als Basis. Ausgestaltet wird
dieser mit unterschiedlicher Profilierung hinsichtlich Praxisbezug, inhaltlicher Fokussierung, Studienorganisation und didaktischem Konzept.
»
Foto: wavebreakmedia/shutterstock.com
Im FM überwiegt das Vollzeit-
oder Präsenzstudium. Dies gilt
vor allem bei den Bachelorstudi-
engängen. Als Alternative dient
das Fernstudium, etwa von der
Hamburger Fern-Hochschule.
Link-tipp
Haufe
Immobilienwirtschaft
Karriere-Guide 2014
Die wichtigsten Aus- und
Weiterbildungsangebote.
Der Marktüberblick.