Seite 32 - Immobilienwirtschaft_2014_07-08

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Investment & Entwicklung
i
Marktstudie
sieben A-Städten sollen durch Trader De-
veloper Immobilien imWert von fast 100
Milliarden Euro errichtet werden. Dies
entspricht einemZuwachs von über zehn
Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der
Zuwachs des monetären Werts lässt sich
einerseits auf das hohe Flächenvolumen
und andererseits auf das Ansteigen der
Mieten und Vervielfacher zurückführen.
Insbesondere das Wohnsegment, welches
in diesem Studienjahr als „Flächenge-
winner“ gilt, verzeichnet besonders dy-
namische Miet- und Kaufpreisvervielfa-
cherentwicklungen. Der monetäre Anteil
des Wohnsegmentes ist entsprechend in
jeder Stadt stark ausgeprägt. Einzig in
der Bankenmetropole Frankfurt/Main
macht der monetäre Geldwert des Bü-
rosegments rund 40 Prozent aus. Dieses
Alleinstellungsmerkmal der Stadt ist un-
ter anderem durch das wieder steigende
Büroprojektentwicklungsvolumen zu
begründen.
Die übrigen Segmente tragen nur
gering zur Generierung des geldwerten
Projektentwicklungsvolumens bei. Ledig-
lich der Einzelhandelsbereich erreicht in
Berlin, Frankfurt und Hamburg Anteile
zwischen 1,1 Prozent und 2,9 Prozent.
Die Aufteilung des monetären Geld-
werts auf die einzelnen Städte geht hin-
gegen weit auseinander, wobei alle Städte
außer Stuttgart Zuwächse registrieren.
Berlin, Hamburg und München belegen
mit einem Wert von über 20 Milliarden
Euro die Plätze eins bis drei und gene-
rieren zusammen über 60 Prozent des
Geldwerts.
Die Hauptstadt verzeichnet zusätzlich
erneut das stärkste Wachstum zum Vor-
jahr. Hamburg, München und Frankfurt
liegen aufgrund des höheren Preisniveaus
jedoch deutlich näher an der Berliner
Benchmark als hinsichtlich des reinen
Flächenvolumens. Die „kleinen Städte“
Stuttgart, Köln und Düsseldorf stehen
den größeren Märkten gegenüber und
bilden im Ranking das Schlusslicht.
Andreas Schulten, Mitglied des Vorstands der
bulwiengesa AG, Berlin
Link-tipp
zum thema
Die komplette Studie ist bei der
bulwiengesa AG käuflich zu erwerben.
Anfragen an: Julia Peters,
Telefon 030 - 27 87 68 27
tiggestellten Vorhaben zeigen sich annä-
hernd stabil. Die Segmente Einzelhandel
undHotel nehmen hingegen eine deutlich
untergeordnete Rolle ein. Keine dieser
Nutzungen schafft es über die Grenze von
zwei Millionen Quadratmeter.
Hochtief ist der gröSSte Entwickler
In der Gesamtbetrachtung ist der Baukon-
zernHochtief mit 741.000Quadratmetern
Entwicklungsfläche der aktivste Projekt-
entwickler in Deutschland. Gefolgt wird
er von der Zech Group mit 553.000 Qua-
dratmetern und NCC mit 508.000 Qua-
dratmetern.
Im Wohnsegment liegt NCC mit
508.000 Quadratmetern Wohnfläche vor
Hochtief mit 358.000 Qudratmetern und
Wilma Wohnbau GmbH mit 291.000
Qudratmetern. Bei den Büroprojektent-
wicklern ist Hochtief mit 343.000 Qua-
dratmeternMietfläche vor der ZechGroup
mit 330.000 Quadratmetern und der CA
Immo mit 231.000 Quadratmetern. Im
Segment Einzelhandel liegt HGHI mit
217.000 Quadratmetern Nutzfläche vor
der ECE mit 95.000 Quadratmetern und
der BayerischenHausbaumit 52.000Qua-
dratmetern.
Die Volumen der Hotelprojektent-
wickler liegen deutlich darunter. Diese
werden angeführt von der OFB mit fast
80.000 Quadratmetern Nutzfläche, ge-
folgt von der IVG Immobilien mit 55.000
Quadratmetern und der PORR Gruppe
mit 41.000 Quadratmetern.
Topwert beim Entwicklungsvolumen
Neben einem neuen Flächenrekord wird
in den deutschen A-Städten auch ein
neuer Topwert des geldwerten Projekt-
entwicklungsvolumens erreicht. In allen
«
Experten
„Auf dem Projektentwickler-
markt ist in den vergangenen
Monaten viel in Bewegung
geraten. Deshalb haben wir
unsere Planungen für weitere
Projekte forciert und unsere
Pipeline gefüllt. Dabei han-
deln wir an den einzelnen
Standorten flexibel.“
Dr. Christoph Husmann,
Sprecher der Geschäftsführung Hochtief
Projektentwicklung
„Der Wunsch nach preis-
wertem Wohneigentum ist
in Deutschland unverändert
hoch. NCC errichtet deshalb
Häuser und Wohnungen, die
auch in den Metropolregionen
für Familien bezahlbar sind.
Seit über 20 Jahren setzen wir
dabei auf unsere etablierte
Systembauweise.“
Nils Olov Boback,
Geschäftsführer NCC