Seite 23 - Immobilienwirtschaft_2014_07-08

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-8.2014
Fotos: Berlin Partner - FTB-Werbefotografie; Jones Lang LaSalle; CBRE GmbH
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Norbert Jumpertz, Staig
lassen. Hines managt beispielsweise in Deutschland eine große
Anzahl vonObjekten, umdiese weiter zu entwickeln. Sie erhielten
unter anderem vom südkoreanischen Pensionsfonds NPS das
Mandat für das Sony Center in Berlin.
Gerade beim Ankauf und Verkauf sowie der Weiterentwick-
lung von Objekten ist es wichtig, dass die Investitionsziele zwi-
schen dem Investmentmanager und dem Investor perfekt abge-
stimmt wurden.
Club Deals sind beliebt
„Vom Investmentmanager wird erwar-
tet, dass er die komplette Steuerung des Investitionsprozesses
übernimmt und sich zusammen mit anderen Beratern auch um
die rechtliche Gestaltung und steuerliche Optimierung des Im-
mobilienvermögens kümmert“, sagt Thomas. Oft wird das über
einen Luxemburger Fondsmantel realisiert.
Am liebstenwäre es vielen asiatischen Immobilieninvestoren,
wenn sie sich als Co-Investoren, also in Form so genannter Club
Deals, an Investments beteiligen könnten. „Man möchte sich an
jemanden anhängen, der den deutschen Immobilienmarkt kennt,
und so Erfahrungen sammeln und Risiken minimieren“, erklärt
Fabian Klein. Ein deutscher Investor als Partner wäre hierfür
gewiss nicht die schlechteste Lösung. Doch die ziehen bislang
eher selten mit. Grenzübergreifend funktioniert das eher. So hat
die Allianz Versicherung zusammen mit einem asiatischen In-
vestor ein Shopping-Center in Polen erworben. Bei Objekten in
Deutschland ist es hingegen eher so, dass asiatische Pensionsfonds
oder Versicherungen miteinander Club Deals arrangieren. Als
Musterbeispiel hierfür gilt der Erwerb des Gallileo Hochhauses
in Frankfurt durch sechs institutionelle Investoren aus Südkorea
und mit der IVG als Investmentmanager.
Bevorzugt werden inDeutschland und Europa laut Klein Ge-
werbeimmobilien imCore- und Core-Plus-Segment. In anderen
Regionen, vor allem in Asien und den USA, seien asiatische Im-
mobilieninvestoren „durchaus auch opportunistisch unterwegs“.
Noch sind – JLL zufolge – die Südkoreaner die mit Abstand
wichtigste asiatische Investorengruppe, vor den Japanern. Aber
Tschammler ist sich sicher: „Bereits in wenigen Jahren werden
die Chinesen in der Rangliste weiter vorne zu finden sein.“
„Vom Investmentmanager
wird erwartet, dass er die
komplette Steuerung des Inves-
titionsprozesses übernimmt.“
Claus Thomas FRICS,
Head of Client Capital Group
Germany, LaSalle Investment Management