Seite 45 - Immobilienwirtschaft_2014_06

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6.2014
ANZ E I GE
nische Tätigkeiten. Infrastrukturelle oder
technische Gebäudedienste sind in ihrem
Portfolio nicht ausgewiesen.
TECHNISCHE SERVICES WICHTIGER
Al-
lerdings bleibt auch das „traditionelle“
FM-Geschäft Teil der Marktrealität. Viele
deutsche FS-Anbieter sindmit infrastruk-
turellen Leistungenwie der Reinigung, der
Grünanlagenpflege, Catering, Büro-Ser-
vices und Sicherheitsdiensten vor vielen
Jahren groß geworden. Heute sind diese
– häufig noch immer familiengeführten
– Dienstleister etablierte Player der Lü­
nendonk-Liste.
Erste Sättigungserscheinungen greifen
bereits in der Reinigung oder den Sicher-
heits- und Empfangsdiensten um sich,
da Kunden hier Service-Umfänge aktuell
eher zurückfahren und Budgets an ande-
rer Stelle einsetzen. So steigt etwa der An-
teil inAnspruch genommener technischer
Dienstleistungen an. Vor allemdie Gebäu-
detechnik sowie Energiemanagement-
oder Contracting-Services gewinnen
Auch auf den Anlagenbau spezialisierte
Unternehmen haben in den letzten Jah-
ren in das Service-Geschäft investiert,
um Kundenverträge in die Betreiber-
phase zu verlängern. Hier sind vor allem
ausländische Anbieter wie Cofely, Vinci
und Caverion zu nennen. Sie rechnen
sich nach wie vor erhebliches Potenzial
auf dem deutschen Markt aus. Auch die
Reaktivierung der zwischenzeitlich ver-
schwundenen Service-Marke Caverion
durch den finnischen YIT-Konzern ist ein
Beleg dafür, dass das Service-Geschäft an
strategischer Bedeutung gewonnen hat.
Durch die so genannten Management
Agents ist ein weiteres Geschäftsmodell
etabliert worden. Unternehmen wie JLL,
CBRE oder Johnson Controls haben sich
auf die Management-Aufgaben speziali-
siert – vor allem in Bezug auf das inte-
nationale Geschäft. Sie begleiten zumeist
global agierende Konzerne, wählen län-
derspezifisch die FM-Partner aus und
setzen diese ein. Dabei übernehmen sie
ausschließlich planerische und kaufmän-
Unter Facility Management
versteht man weit mehr
als die Optimierung und
Pflege von Bürolandschaften.
Der Markt ordnet sich gerade
grundlegend neu.
SUMMARY
»
Die Facility-Services-Branche
teilt sich mehr denn je in zwei Gruppen auf: in sehr große FS-Anbieter, die flächendeckend Service-
Pakete offerieren können, und in kleinere Firmen, die auf Nischen und Einzelleistungen spezialisiert sind.
»
Infrastrukturelle Gebäudedienste
sind
immer weniger gefragt.
»
Die Internationalisierung des FM-Geschäfts
wird künftig eine der zentralen Aufgabenstellungen für FS-Anbieter sein.
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