Nach jedem Mieterwechsel:
Ein E-CHECK nach VDE.
Nur vom autorisierten
Fachbetrieb.
Der E-CHECK:
Frisch geprüft
und gut vermietet.
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6.2014
Foto: IBA Hamburg GmbH
Nach der Internationalen
Bauausstellung übernimmt die
IBA Hamburg Gesellschaft erst-
mals die Rolle als städtischer
Projektentwickler. Uli Hellweg
zu den Herausforderungen der
neuen Aufgabe.
Die IBA Hamburg hat für die
Gegenden südlich der Elbe eine
Perspektive weg von lange
vergessenen Stadtteilen hin zu
einem Raum, in dem man gern
lebt, eröffnet. Welche Beson-
derheiten kennzeichnen das
Quartier Neugraben-Fischbek?
Neben einer guten Infrastruktur-
versorgung und einer exzellenten
Anbindung an die S-Bahn ist es
vor allem der Naturraum und die
Landschaft zwischen Geesthang
und Altem Land. Nirgendwo in
Hamburg treffen Stadt und Land-
schaft so spannend und vielfältig
aufeinander. Mich erinnert die
Situation ein bisschen an den
Stadtteil Wilhelmsburg, dessen
große landschafts- und fluss-
räumliche Qualitäten zwar ganz
anders sind als in Neugraben, aber
ähnlich unbekannt und unterbe-
wertet waren. Dies wird sich nun –
hoffentlich – auch für Neugraben-
Fischbek ändern.
Mit der Architekturbörse
beschreitet die IBA Hamburg
GmbH einen neuen Weg. Worin
liegen die Chancen dieses
Modells?
Mit der Architekturbörse
verfolgen wir drei Ziele: Erstens
wollen wir unmittelbar die End-
kunden vom Standort Neugraben
überzeugen; denn dann kommen
auch Entwickler und Investoren.
Zweitens wollen wir preiswert
und schön bauen. Das muss sich
nämlich nicht immer ausschließen.
Und drittens wollen wir durch
einen gesteuerten Mix an unter-
schiedlichen Wohnungsangeboten
verhindern, dass hier eines der
üblichen Einfamilienhausgebiete
entsteht.
Das Quartier Fischbeker
Heidbrook entsteht ab 2019
auf dem Areal der ehemaligen
Röttiger Kaserne. Worin beste-
hen die Herausforderungen?
Wir haben 2013 die vorliegende
Masterplanung überarbeitet. Dabei
geht es um eine Vielfalt vermark-
tungsfähiger Wohnungen, wozu
auch in diesen Lagen Eigentums-
wohnungen gehören. Aktuell
besteht die größte Herausfor-
derung darin, die Kampfmittel-
sondierung auf ein vernünftiges
Maß zu bringen. Denn wenn es
nach den „Gefahrenerkundlern“
der Feuerwehr ginge, müssten
praktisch alle Bäume – und damit
die entscheidende Qualität des
Standorts – gefällt werden. Darü-
ber hinaus müssen wir noch einige
Skeptiker aus der politischen Szene
überzeugen, dass auch sieben-
oder achtgeschossige Gebäude ein
phantastisches Wohnen in und an
der Landschaft ermöglichen. Eine
weitere Herausforderung sind die
noch stehenden Kasernengebäude,
die städtebaulich und architekto-
nisch hochwertig, aber leider auch
etwas verkommen sind.
Der unbekannte Stadtteil
INTERVIEW
MIT ULI HELLWEG
Der 65-jährige Architekt und
Stadtplaner Uli Hellweg ist
seit 2006 Geschäftsführer der
IBA Hamburg GmbH, einer
100-prozentigen Tochter der
Stadt Hamburg.