Seite 23 - Immobilienwirtschaft_2014_06

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6.2014
eben auch schnell zu sagen, wennmanmal
nicht zusammenkommt.
Am Preis kann es ja nicht liegen ...
Das
ist richtig. Unsere Stärke sind individuelle
Lösungen. Dafür beschäftigen wir eine
Vielzahl von hochqualifizierten Spezia-
listen im Markt und in der Marktfolge,
mit dem Ergebnis, dass wir eben nicht
nur „Core“ können. Das wissen unsere
Kunden zu schätzen.
Sie machen ja auch Projektentwick-
lungen. Das höhere Risiko hier wird na-
türlich eingepreist …
Es ist für den Kun-
den wichtig, dass er eine Bank hat, die das
GeschäftunddieBranche versteht.Unddie
auch nicht gleich die Baustelle lahmlegt,
wenn sich einmal Budgets verschieben
oder der Baufortschritt nicht im Zeitplan
liegt.Wir verfügen über die entsprechende
Asset Expertise und Abwicklungskom-
petenz entlang des gesamten Kreditpro-
zesses. Das hilft uns auch bei der Identi-
fizierung und dem Managen der Risiken.
Welche Asset-Klassen finanzieren Sie?
Alle gängigen Asset-Klassen. Spezialim-
mobilien wie Stadien und Kühlhäuser fi-
nanzieren wir allerdings nicht.
Hotels?
Hotelfinanzierungen haben we-
gen der Betreiberthematik ein relativ ho-
hes Risikoprofil. Darum sind wir in dieser
Assetklasse nur selektiv unterwegs.
Wie läuft das Geschäft mit den internati-
onalen Investoren?
Das spielt inzwischen
eine große Rolle bei uns. Je nachdem, ob
Sie die Anzahl oder das Volumen neh-
men, fand ein Viertel bis ein Drittel aller
Deals in den vergangenen beiden Jahren
mit internationaler Beteiligung statt. Die
Begleitung internationaler Kunden zählt
zu unserem Kerngeschäft, das wir weiter
ausbauen wollen.
Wie kommen die zu Ihnen?
Internatio-
nale Investoren engagieren sich vorwie-
gend im größervolumigen Bereich. Oft
erwerben sie Portfolios, die einen hohen
zweistelligen, manchmal dreistelligen
Millionenbetrag kosten. Wir gehören in
Deutschland zu den Banken, die diese
Größenordnung finanzieren können und
bei Bedarf auch das Underwriting für die
Gesamtfinanzierung übernehmen, um
Teile dann hinterher an andere Banken
auszuplatzieren. Das hat für den Kunden
den Vorteil, dass er den Kreditprozess
nicht mit mehreren Instituten parallel
durchlaufen muss, sondern sich auf sein
Kerngeschäft konzentrieren kann. Außer-
dem stellenwir den internationalen Inves-
toren bei Bedarf unser umfangreiches
Branchennetzwerk in Deutschland zur
Verfügung und kennen uns mit interna-
tional üblichen Vetragsusancen aus.
Foto: HSH Nordbank
ZUR PERSON
Peter Axmann,
52 Jahre, leitet seit 2008 den Unternehmensbereich Immobilienkunden bei der HSH Nordbank,
seit 1999 war er dessen stellvertretender Leiter. Zuvor war Peter Axmann mit dem Aufbau und der Leitung der Niederlassung
Berlin der Hamburgischen Landesbank mit dem Schwerpunkt Immobilienfinanzierungen betraut.
„Wenn die interne Ab-
stimmung in einer Bank
schnell und verbindlich
läuft, ist das heutzutage
schon ein Wettbewerbs-
vorteil.“
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Dirk Labusch, Freiburg