Seite 28 - Immobilienwirtschaft_2012_06

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06 | 2012
28 Finanzen, Markt + Management
Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser
– dies scheint das neue Credo vieler In-
vestoren zu sein. Glaubten viele Groß-
anleger – ob Versicherungen, Pensions-
kassen, Sparkassen und Banken, Kirchen
und Stiftungen oder Family Offices – vor
nicht allzu langer Zeit noch vor allem
den großen Kapitalsammelstellen, dass
diese jedes erdenkliche Asset managen
können, hinterfragen sie deren Expertise
heute sehr genau. So ist in Deutschland
inzwischen ein allgemeiner Trend zu er-
kennen, dass selbst renommierte Anbie-
ter von Kapitalanlagen ihren potenziellen
Investoren nachweisen müssen, dass sie
bei einem angebotenen Produkt über die
erforderliche
Managementkompetenz
verfügen. Das Prinzip Bauchladen, der
immer mit dem neuesten marktgängigen
Produkt bestückt wird, funktioniert
nicht mehr. Das betrifft natürlich auch
Immobilienbeteiligungen. Auch in die-
sem Bereich glaubt heute kaum mehr ein
Investor an den Alleskönner, der über
alle Nutzungsarten und Regionen hin-
weg Expertise besitzt.
Die Investoren gehen jedoch unter-
schiedlich mit dieser Erkenntnis um. Ei-
nige Institutionelle, vor allem solche mit
eigener Immobilienerfahrung, wirken
aktiv an der Auswahl der Immobilienin-
vestments mit – und zwar auch dann,
wenn diese indirekt erworben werden,
Dr. Stephan Bone-Winkel, Vorstand der Beos AG und Honorarprofessor für Projektentwicklung am IREBS Institut, Universität Regensburg
Kleine Typenlehre.
Großinvestoren teilen sich in zwei Gruppen:
Die einen vertrauen komplett dem Assetmanager. Die anderen
wählen ihre Immobilieninvestments aktiv mit aus.
Welcher Typ
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