Seite 47 - Immobilienwirtschaft_2011_02

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02 | 2011
Woolworth ist seit Jahrzehnten fester
Bestandteil des deutschen Straßenbilds
und gilt fast schon als alte deutsche Mar-
ke – zuletzt allerdings mit einigen tiefen
Schrammen. Nach der Insolvenz un-
ternimmt Woolworth Deutschland den
zweiten Anlauf, das Geschäft auszubau-
en. In den USA und in Großbritannien
gibt es die Billig-Kaufhäuser indes schon
längst nicht mehr.
Nicht viele US-amerikanische Han-
delskonzerne haben im Ausland expan-
diert und auch in Deutschland erfolg-
reich Fuß gefasst. Selbst der weltgrößte
Handelskonzern Wal-Mart ist hierzu-
lande gescheitert. Deshalb war die Kauf-
hauskette F.W. Woolworth Co Ltd., die
1879 in Pennsylvania gegründet worden
war, bis heute der namhafteste US-Kon-
zern mit einem großen deutschen Filial-
netz. Die deutsche Woolworth war 1926
in Berlin gegründet worden. Die erste
deutsche Filiale wurde ein Jahr später in
Bremen eröffnet. Noch im Jahr 1979 galt
F.W. Woolworth mit seinem Billigsorti-
ment als größte Kaufhaus-
Dr. Ruth Vierbuchen, Düsseldorf
Das Ziel von Woolworth:
Jede Woche eine neue Filiale
Einzelhandel.
Das Traditionsunternehmen befindet sich nach der Insolvenz im
Jahr 2009 in Deutschland wieder auf Expansionskurs – und möchte damit dem
allgemeinen Kaufhaussterben etwas entgegensetzen.
Neueröffnung in Herne. Jede Stadt mit mindestens 30.000 Einwohnern soll zukünftig eine Woolworth-Filiale bekommen.
Auf einen Blick
Woolworth Deutschland schreibt nach der
Insolvenz im Jahr 2009 inzwischen wie-
der schwarze Zahlen.
250 weitere Woolworth-Filialen in Städ-
ten ab 30.000 Einwohnern sind mittel-
fristig geplant, und langfristig sollen 500
neue Filialen dazukommen.
Etwa 40 Millionen Euro soll in die Moder-
nisierung des bestehenden Filialnetzes
investiert werden.
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