Seite 60 - Immobilienwirtschaft_11_2011

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Schon in unserer Dienstleistung als klas-
sischer Verwalter haben wir uns verän-
dert. Begannen die ersten Schritte noch
in den altbewährtenAufgabenfeldernwie
Mietverwaltung, kommunale Verwal-
tung oder Wohneigentumsverwaltung,
so erweiterten wir unsere Geschäfsfelder
immer mehr um Angebote, die Kunden
gerne hätten. Wir nahmen Gebäudeser-
vice und Gebäudemanagement in unse-
re Dienstleistungspalette auf. Trotzdem:
Eine gewisse Marktsättigung hatte auch
Sachsen-Anhalt seit Jahren erreicht.
Eine Analyse von Chancen und Ri-
siken zeigte bald: Die Potenziale am
Standort waren überschaubar. Wir
mussten etwas ändern. Die Chance hieß
Berlin. Im Jahr 2006 plante die ISA den
Schritt in die Bundeshauptstadt, geleitet
von dem Gedanken, dass die Zukunf
unseres Unternehmens begrenzt wäre
ohne Orientierung auf internationale
Kunden und Märkte, auf denen sich sol-
che Kunden tummeln.
Neue Kunden sprechen englisch und
französisch. Wir haben unsere Mitar-
beiter in beiden Sprachen geschult. Dies
war ein logischer Schritt für das Un-
ternehmen mit heute 24 qualifzierten
Mitarbeitern. Es hat sich gezeigt, dass
Qualität einen hohen Stellenwert besitzt.
Immobiliengeschäf ist in großen Teilen
ein Empfehlungsgeschäf. Kunden wol-
len feste Ansprechpartner und möchten
beraten werden. Kompetenz beginnt mit
dem ersten Kontakt.
Der Real-Estate-Manager
Unsere Kunden investieren wieder mehr
in Immobilien. Diese Assets zu begleiten,
geht weit über herkömmliche konserva-
tive Verwaltungsprozesse hinaus.
Seit 2009 haben sich unsere Unter-
nehmungen mit der Entwicklung von
Spezialimmobilien an nationalen und
internationalen Standorten befasst. In
den ersten Jahren ging es dabei um das
klassische Verwaltungsgeschäf, über
Gebäudedienstleistungen bis hin zu
Standorterweiterungen und Projektent-
wicklungen. Dem Konzept folgen zurzeit
Realisierung und Betreuung. Mit dem
Ziel, weitere Klientel anzusprechen und
langfristig zu binden. Die Entwicklung ist
deutlich. Hausverwaltung, Steuerung von
Immobilienprozessen, Vermarktung und
Projektentwicklung: Aus der Hausver-
waltung ist in 20 Jahren ein erfolgreiches
Real-Estate-Management geworden.
Wie wird die Zukunf aussehen? Im
Zweifel anders. Das mag anstrengen, aber
wir freuen uns darauf. Unser größtes
Pfund ist gutes Personal, das die breit ge-
fächerten Anforderungen im modernen
Real-Estate-Management leisten kann.
Das ist jedoch immer schwerer zu fnden.
Persönlich wird bei mir auch einiges an-
ders. Mein Ziel: Zeit fnden für die eigene
Doktorarbeit der Immobilienwirtschaf.
Ansonsten: Märkte erkennen, Märkte
entwickeln und Märkte betreuen.
I
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Thomas A. Lonsdorfer, ISA Haus- und Immobiliengesellschaft Sachsen Anhalt GmbH
Neue Ausrichtung.
Nächstes Jahr werden wir 20. Jedes Unternehmen unterliegt
in solch einem Zeitraum Veränderungen. Wir haben unsere Kunden gewechselt.
11 | 2011 www.immobilienwirtschaft.de
Fotos: Alias Ching/shutterstock.com; James Thew/shutterstock.com
Firmen
verwandlung
Wechsel
»Ohne Orientierung
auf internationale Kunden
und Märkte, gibt es kaum
noch neues Potenzial an
unserem Standort.«