Vorstandsvorsitzender der SAGA Sied-
lungs-Aktiengesellschaft Hamburg, gleich
zu Beginn seines Vortrages an die Ban-
kenvertreter. „Wir schätzen Sie und Ihre
Kontinuität, wir kennen aber auch die
Restriktionen, die gerade durch die Neure-
gelungen bei Basel III auf Sie zukommen.“
Die Immobilienunternehmen wünschen
sich von den Banken nicht nur eine Ange-
botsvielfalt und Produktdif-
ferenzierung, sondern auch
Di ens t l e i s tungsqual i tät
und risikoadjustierte Mar-
genkonkurrenz. „Wir brau-
chen effiziente und stabile
F i nan z i e r ung smög l i c h -
keiten, verlässliche Finan-
zierungspar tner und die
Sicherstellung langfristiger
Kreditvergabe als Grund-
lage für eine risikoarme
Finanzierung von Wohn-
gebäuden im Rahmen
nachhaltiger Unterneh-
mensstrategien“, so Basse.
Sowohl die Banken als auch
die Immobi l ienbranche
müssten sich dabei dem
Thema Nachhal t igkei t
stellen. Dabei spiele sowohl
die ökonomische als auch die
ökologische und die soziale
Nachhaltigkeit eine zentrale
Rolle. „Wir können nicht nur
unser Geschäft anschauen,
sondern wir müssen auch
den gesellschaftspolitischen
Wandel betrachten, nach
dem wir künftig beurteilt
werden.
Wohnungswirtschaft
als Stabilitätsfaktor
Ingeborg Esser, Hauptgeschäftsführerin
des GdW, stellte die aktuellen Erfolge der
Interessenvertretung im Bereich Steuern
und Finanzen sowie die wohnungswirt-
schaftlichen Kennzahlen dar. So konnte im
Rahmen des Steuervereinfachungsgesetzes
2011 erreicht werden, dass der Kapitaler-
tragsteuerabzug bei Dividendenzahlungen
von Wohnungsgenossenschaften ab 2012
nicht mehr erforderlich ist. Positiv wertete
Esser, dass bei der Umsetzung von Basel III
die Mittelstandskomponente für Immobili-
enunternehmen und die sehr niedrige Risi-
kogewichtung für Wohnimmobilienkredite
im Standardansatz erhalten werden konnte.
Auch die Aktivitäten des GdW im
Zusammenhang mit der Überar-
beitung der Freistellungsentschei-
dung zu Dienstleistungen von
allgemeinem wirtschaftlichem
Interesse waren erfolgreich.
Die Rentabilitätskennzahlen
der Wohnungsunternehmen im
GdW haben sich in 2010 stabil
entwickelt. Die Eigenmittelren-
tabilität liegt im Durchschnitt
bei rund drei Prozent. Besonders
erfreulich ist die Entwicklung
in Ostdeutschland, wo mit dem
Anstieg von minus 7,4 Prozent
im Jahr 2001 auf 1,8 Prozent
in 2010 eine deutlich positive
Entwicklung zu verzeichnen ist.
Aufgrund dieser Stabilität, kom-
biniert mit einer Besicherung der
Finanzierung durch die Wohn
immobilie, stellen die GdW-
Wohnungsunternehmen gerade
in Zeiten der Risikominimierung
durch die Banken eine sichere
Anlageklasse dar.
Katharina Burkardt, Pressesprecherin, und
Christian Gebhardt, Referent für
Betriebswirtschaft, GdW Bundesverband
deutscher Wohnungs- und Immobilien-
unternehmen e. V.
G. Kirchhof GmbH
EDV-Beratung
Graf-Adolf-Str. 25
40212 Düsseldorf
E-Mail
Telefon0211 38467 - 888
Telefax 0211 38467 - 884
„Wir freuen uns auf Ihren Besuch beim
Infoforum 2012 am 16. – 17.02.2012
in unserem Büro in Düsseldorf“
Eigenmittelrentabilität bei den
vom GdW vertretenen Unter-
nehmen.
Quelle: GdW-Jahresstatistik
Die Wohnungswirtschaft
3/2012
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