Quelle: diephotodesigner
Gebäude und Technik
Der Dialog zwischen Wohnungswirtschaft
und Bauchstoffproduzenten wird immer
wichtiger. Die Energiewende und die ener-
getische Erneuerung setzen die Rahmenbe-
dingungen. Welche Herausforderungen für
die und welche Anforderungen der Woh-
nungswirtschaft aber bestehen, gilt es zu
vermitteln – wie auf dem Allgäuer Baufach-
kongress.
Seite 58
Editorial
1 Potenziale betagter Geschosswohnsiedlungen
4
Meldungen
Teil I
Thema des Monats
Sanierung 50er- bis 70er-Jahre-Bauten
6
Zur Zukunft der Geschosswohnsiedlungen
Von alternden Cashcows zu innovativen Wohnstandorten
8
Revitalisierung statt neuer Baugebiete am Stadtrand
Herausforderungen und Chancen der Wohnungsbestände
der 1960er Jahre
10
Erste Wohnhaussanierung auf Plusenergiestandard
mit Elektromobilität
Energie für Haus und Auto
14
Hattinger Wohnungsgenossenschaft hwg eG
Zentrumsnah und doch im Grünen –
die Südstadt erhält ein neues Gesicht
Wohnungspolitik
18
Pflegereform
Kassen in die Pflicht nehmen
Städtebau
20
Partizipation im Quartier
Stadtentwicklung als bürgerschaftliche Aufgabe
22
Fachtagung „Neue Werte auf alten Flächen“
Erfolgreiches Flächenrecycling braucht Vorbereitung
24
Europa-Kolumne:
Oslo öffnet sich zum Wasser
Wohnungsmarkt
26 GEWOBAG Wohnungsbau-AG, Berlin
Das Zuhause der Zukunft
28 Seniorenwohnen:
Wohnungsunternehmen stellen sich
zunehmend auf ihre älteren Mieter ein
30 AAL-Kongress:
Auf der Suche nach den Nutzern
32
Meldungen
Teil I I
Management
34
Bilanz- und Steuerwissen
Die Grunderwerbsteuer als Transaktionshemmnis
…Dr. Gudrun
Jäger.
Sie wurde im
Kreis Demmin
geboren und hat
an der Ernst-
Moritz-Arndt-
Universität
Greifswald
studiert. Sie ist
über 30 Jahre in
der Wohnungs
wirtschaft tätig, davon 20 Jahre
hauptberuflich, seit 2000 ist sie im
Vorstand, seit 2010 Vorstandsvor-
sitzende der Wohnungsbau-Genossen-
schaft Greifswald eG
Quelle:
Wohnungsbau-Genossenschaft
Greifswald eG
Gar nicht einverstanden bin ich…
… damit, dass die Wohnungswirtschaft
hinsichtlich ihrer Leistung und ihrer stabi-
lisierenden Wirkung für diese Gesellschaft
so wenig gewürdigt wird. Egal, ob es um
den Arbeitsmarkt geht, um Demografie,
sozialen Frieden oder die Energiewende, die
Wohnungswirtschaft leistet viel – für den,
der von Transferleistungen lebt, aber auch
für jemanden, der mehr verdient und das
Hightech-Wohnen sucht. Das findet aber in
den Medien zu wenig statt. Ganz im Gegen-
satz dazu wird über die Innovationen der
Autoindustrie ständig berichtet.
Ich bin sehr damit einverstanden…
… dass der Dialog zwischen Politik und
Wohnungswirtschaft vor die Durchsetzung
von neuen Ordnungsrechten gestellt wird.
Ich halte den Dialog für wichtiger als die
Lobbyarbeit. Beim Stadtumbau Ost in
Greifswald haben wir erlebt, was Dialog
bewirken kann: Ein noch junges Stadtge-
biet, das Ostseeviertel/Parkseite, stand vor
dem Absturz. Allen war klar, dass diesen
nur gemeinsames Handeln aufhalten kann.
Mit dem Förderprogramm Stadtumbau Ost
konnte das gesamte Quartier dann attraktiv
gestaltet werden.
Eines Tages, in nicht so ferner Zukunft …
…wird mein größter Wunsch erfüllt sein: Wir
Genossenschaften schaffen ein dem Leben
gerecht werdendes Wohnungsangebot.
Die Sorgen der Mitglieder in Bezug auf
die Bezahlbarkeit des Wohnens wachsen.
Intelligente Lösungen sind gefragt, damit
trotz unterdurchschnittlicher Einkommen
im Land Mecklenburg-Vorpommern ein
gutes Wohnen gesichert wird. Zuerst ist
das Unternehmen gefordert, bevor man die
Bewohner zur Kasse bittet. Das möchte ich
unbedingt in meinen letzten Arbeitsjahren
noch in die Köpfe implantieren!
Die Antworten notierte Bärbel Wegner,
Hamburg
Drei Fragen an …
Zum Titel:
Das zum Plusenergiehaus mit Elektromobilität
umgerüstete Gebäude entstand im Rahmen
des Forschungsprojekts „energy+Home 2012“
und ist ein Beispiel für die wirtschaftliche
und zukunftsorientierte Umwandlung eines
Bestandsgebäudes. Mehr zum Thema Sanie-
rung der 1950er- bis 1970er-Jahre-Bestände
ab Seite 6.
Quelle: Baumit GmbH
Die Wohnungswirtschaft
3/2012
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