Potenziale betagter
Geschosswohnsiedlungen
Und wenn man sich als Unternehmen schon der Auf-
gabe stellt, sollte der demografische Wandel berück-
sichtigt werden. Die Ausstattung beziehungsweise
Anpassung an zumindest barrierearme Grundrisse
bedarf einiger Planung, die aber auch mit geringin-
vestiven Mitteln möglich ist. Dafür der Tipp:
Erfolgsnetzwerk „Wohnen-Service-Technik“
Wohnen mit technischer Unterstützung, intelligenter
Ausstattung und der Integration von Serviceleistun-
gen ist Thema auf der Fachmesse „Altenpflege 2012“
Ende März in Hannover. Es geht darum, älteren und
hilfebedürftigen Mietern möglichst lange eine Woh-
nung anbieten zu können. Der Tag der Wohnungs-
wirtschaft zeigt die Zukunft des Themas, eröffnet
Kontakte zu Service-Dienstleistern und vermittelt
Kontakt zu den richtigen Fachausstellern.
Die Veranstaltung wird von der DW Die Wohnungs-
wirtschaft unterstützt. Weitere Informationen auf
Seite 73.
29. Februar 2012: Endspurt Zukunftspreis!
Ein seltenes Datum für unseren Preis: Der DW-
Zukunftspreis der Immobilienwirtschaft 2012 „Effi-
zienz 2020“ geht auf die Zielgerade. Sollten Sie
Ihren Beitrag noch nicht eingereicht haben, haben
Sie noch bis zum 29. Februar 2012 Zeit – Genaueres
auf Seite 49.
Herzlichst
Ihre
Die Wohnungsbe-
stände der 1950er
bis 1970er Jahre sind
in diesem Heft unser
Thema des Monats.
Obwohl der aktuelle
Bericht des BBSR
„Wohnungs- und
Immobilienmärkte in
Deutschland 2011“
dem vermieteten
Geschosswohnungs-
bau ein höheres
Leerstandsrisiko attestiert, können gerade in diesen
Beständen auch attraktive Entwicklungsmöglichkei-
ten schlummern. Viele dieser Wohnanlagen liegen
heute schon lange nicht mehr in der Peripherie, in der
sie mal entstanden sind. Die Städte haben sich um
diese Wohngebiete herum entwickelt und sie so zu
durchaus attraktiven Standorten werden lassen.
Eine interessante Chance für die nachhaltige Stadt-
entwicklung, denn dort wo es Wohnraumnachfrage
gibt, besteht in den Anlagen Entwicklungspoten-
zial in Form von Aufstockung und Nachverdichtung.
Unabhängig von ihrer erheblichen Bedeutung der
reinen Wohnraumversorgung in einigen Ballungsge-
bieten, ist die Revitalisierung der 1950er- bis 1970er-
Bestände aber auch Voraussetzung für die Sicherung
der Marktfähigkeit dieser Mietwohnungsbestände.
Aber seien wir ehrlich: Diese Wohnanlagen anzu-
packen bedeutet einen immensen Kraftakt für jedes
Wohnungsunternehmen. Intakte soziale Strukturen
müssen erhalten bleiben, Anlagen mit schlechtem
Image müssen aufgewertet werden. Mal ganz davon
abgesehen, dass die technisch-energetische Aufrüs-
tung ein hoher finanzieller Aufwand ist und genaue
Planung erfordert.
Ulrike Silberberg
Chefredakteurin DW Die Wohnungswirtschaft
Die Wohnungswirtschaft
3/2012
E D I T O R I A L
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